Workshops zur Stadtgeschichte vorgesehen

Fritzlarer Museumsleiterin plant eine Werkstatt für Kinder

 Dr. Harald Bräutigam, Stefanie Mnich und Jürgen Draude sitzen auf einer Mauer und lachen in die Kamera.
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Wollen eine Samstagswerkstatt im neuen Fritzlarer Museum ins Leben rufen: von links Dr. Harald Bräutigam, Stefanie Mnich und Jürgen Draude.

„Kinder sind die Besucher von morgen“, sagt Stefanie Mnich, Leiterin des neuen Museums in Fritzlar. Mit diesem Satz erklärt sie eine ganz neue Idee, die sie im Zuge der Eröffnung des neuen Fritzlarer Museums gemeinsam mit dem Lions Club Fritzlar-Chattengau ins Leben rufen will.

Fritzlar - Einmal im Monat soll es von 11 bis 13 Uhr eine Samstagswerkstatt geben, bei der sich Kinder kostenfrei und ganz praktisch Themen der Fritzlarer Stadtgeschichte nähern können.

Es soll experimentiert, gebaut und gebastelt werden. „Jedes Mal steht zunächst ein kurzer Besuch im Museum auf dem Programm“, erklärt Mnich. Anschließend geht es dann in die Werkstatt. Wann das Museum in diesem Jahr öffnet, stehe wegen der Coronakrise noch nicht fest. Ziel sei es aber, sofort mit der Samstagswerkstatt an jedem Monatsanfang zu starten.

Wie sieht der Oberkiefer eines Mammuts aus? Wie fotografiere ich Fritzlar aus besonderen Perspektiven? Und wie kann man bildhauerische Kunstwerke schaffen, die aussehen wie die Wetterfahnen auf den Häusern in der Domstadt? All dies können Projekte für die Gruppe von jeweils zehn Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren sein.

„Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Eltern in der Zeit Erledigungen in der Innenstadt tätigen können, während die Kinder betreut sind“, sagt die Museumsleiterin. Die Betreuung soll von Erzieherinnen oder Lehrerinnen übernommen werden – also Menschen mit pädagogischer Erfahrung.

Die Samstagswerkstatt ist komplett kostenfrei, finanzielle Unterstützung gibt der Lions Club Fritzlar Chattengau. Er übernimmt – zunächst für ein Jahr – beispielsweise die Kosten für Material und Betreuung. Es sei wichtig, insbesondere die Jugendarbeit zu fördern, sagen Jürgen Draude und Dr. Harald Bräutigam vom Lions Club. Tendenziell gebe es in der näheren Umgebung eher wenige kulturelle Angebote für Kinder. Das soll die Samstagswerkstatt ändern.

Eine Anmeldung ist immer zwei Tage vorher notwendig, sodass genügend Material zur Verfügung gestellt werden kann. Über den genauen Zeitpunkt der Museumseröffnung wird laut Mnich zeitnah informiert.

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