Statik nach Brand beschädigt?

Nach Feuer in Fritzlarer Wohnhaus: Bewohner müssen um ihre Wohnungen bangen

Vier Feuerwehrleute stehen umgeben von Qualm auf dem Dach eines brennenden Hauses. Das Geschehen ist mit einem Flatterband abgesperrt.
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Dichte Rauchwolken: Während des Brandes am Dienstag an der Albertstraße hatten die Feuerwehren alle Hände voll zu tun. Bewohner wurden nicht verletzt, doch ist der Schaden an dem Haus groß.

Weiterhin komplett unbewohnbar ist das Wohngebäude Albertstraße 2 bis 4 in Fritzlar. Nach dem Brand des Mehrfamilienhauses können somit die 36 Bewohner erst einmal nicht zurück in ihre Wohnungen.

Fritzlar - Grund dafür sind Brand- und Löschwasserschäden, das teilt die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Hessen (GWH) auf HNA-Anfrage mit. Und jetzt müssen die Bewohner wohl auch langfristig um ihre Wohnungen bangen: Die Feuerwehr habe Risse in der oberen Betondecke festgestellt, heißt es von der GWH.

„Wir müssen also das Gutachten abwarten und sehen, ob der Brand auch die Statik in Mitleidenschaft gezogen hat. Erst dann können wir einschätzen, wie lange die Wohnungen unbewohnbar bleiben“, so Jenny Bieniek von der GWH-Unternehmenskommunikation. Schon während des Brandes wurden alle zwölf Wohnungen in dem Gebäude evakuiert und der Strom abgestellt. Die 36 Bewohner waren am Dienstag zunächst in anderen Wohnungen der GWH und in einem Hotel in Borken untergebracht worden. „Inzwischen haben wir klären können, dass die Mieter sich zunächst für sechs Wochen eine Ferienwohnung anmieten können. Die Touristinformation Fritzlar hilft bei der Vermittlung“, so Bieniek weiter. „Selbstverständlich stehen wir in engem Kontakt mit unseren Mietern. Sie werden zeitnah über alle weiteren Schritte informiert und erhalten von uns bestmögliche Unterstützung in dieser Ausnahmesituation.“

Das Team der GWH habe alle Mieter angerufen und Termine vereinbart, damit sie in Begleitung eines Mitarbeiters Dinge aus ihren Wohnungen holen konnten. Diese Möglichkeit bestehe nach Absprache auch weiterhin.

Drei Familien wurden in leer stehenden GWH-Wohnungen in der Umgebung untergebracht, eine weitere Familie ist zunächst in einem Hotel untergekommen. Die restlichen Bewohner konnten sich Dienstag kurzfristig bei Verwandten und Freunden einquartieren.

Ausgebrochen ist das Feuer am Dienstag bei Schweißarbeiten im Zuge von Sanierungsarbeiten auf dem Flachdach des Hauses aus dem Jahr 1969. Der Brand hatte sich dann auf die Dachkonstruktion ausgeweitet, sodass die Feuerwehr das Dach nach und nach öffnen musste, um Brandnester in der Zwischendecke zu löschen. „Wann die Wohnungen wieder bewohnbar sein werden, wissen wir aktuell leider selbst noch nicht. Wir erwarten zeitnah eine Einschätzung des Schadenregulierers, auch in puncto Schadenshöhe“, so Bieniek weiter. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von einer Schadenshöhe von 150 000 Euro aus. (Maja Yüce)

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