Grundstücksbesitzer fanden beim Graben im Garten menschliche Überreste

Nach Fund von menschlichen Knochen in Lohne: Angehöriger berichtet

Lohne. Grausiger Fund auf dem eigenen Grundstück: Bei Grabungen hat die Familie Ohlwein in Lohne einen Schädel und mehrere Rippenknochen entdeckt. Sohn Yanick berichtet vom Fund.

„Wir wollen hier eine Wasserstelle für unsere Pferde schaffen“, erklärt Yanick Ohlwein. Der 23-Jährige steht am Dienstag neben einem etwa ein Meter tiefen Loch. Er zeigt auf die Stelle, wo seine Mutter Ariane am Samstag die menschlichen Überreste gefunden hat.

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Es war bereits 22.30 Uhr, als Ariane Ohlwein das Loch grub. „Plötzlich bemerkte sie einen Widerstand“, erinnert sich Yanick Ohlwein. Die Mutter schaute nach und fand einen menschlichen Schädel. Sie rief ihren Sohn, der sofort zum Fundort eilte. „Ich habe mir gedacht, das kann doch nicht sein“, sagt Ohlwein.

Ihm seien viele Fragen durch den Kopf geschossen: Woher stammt der Schädel? Wo kommt er her? Warum liegt er auf dem Grundstück der Ohlweins?

Den ganzen Tag gegraben

Antworten auf diese Fragen will nun die Kriminalpolizei geben. Ohlweins haben direkt die Polizei gerufen. Die Fundstelle wurde am Montag von Ermittlern der Homberger Kripo, dem Erkennungsdienst und einem Gerichtsmediziner vom Gerichtsmedizinischen Institut in Gießen untersucht. „Die haben den ganzen Tag geschaufelt“, sagt Ohlwein. Warum die menschlichen Überreste auf dem Grundstück an der Waldecker Straße lagen, ist weiter unklar. Die Polizei habe auch Janick Ohlwein nichts sagen können. „Es sind alles Spekulationen“, sagt der 23-Jährige.

Haus im Dezember gekauft

Der Fundort liegt gegenüber von Ohlweins Wohnhaus. „Wir haben das Grundstück im Dezember bei einer Zwangsversteigerung erstanden“, erklärt Ohlwein. Auf dem Gelände sollen Pferde Platz finden, die Scheune soll landwirtschaftlich genutzt und das leer stehende Wohnhaus soll vermietet werden. Der Fund vom Samstag hat in Lohne schnell die Runde gemacht. „Wir sind hier knapp 1000 Einwohner. Man kennt sich“, sagt der Lohner. Ohlwein habe schon einige Nachrichten von Freunden und Bekannten bekommen. Sie alle wollen wissen, was an der Waldecker Straße passiert ist.

Für die Ohlweins ist es übrigens nicht der erste kuriose Fund auf dem neuen Grundstück. Anfang des Jahres haben sie im Wohnhaus aufgeräumt und leere Handgranaten und Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Rubriklistenbild: © Laumann

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