70.000 von 250.000 Quadratmetern sind verkauft

40 neue Arbeitsplätze im Gewerbegebiet Fritzlar

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Nähe zur Stadt und zur Autobahn 49: 70 000 Quadratmeter des Gewerbegebietes Nord in Fritzlar sind bereits verkauft.

Fritzlar. Das Gewerbegebiet Nord in Fritzlar wächst immer weiter: Von insgesamt 250.000 Quadratmetern Fläche sind 70.000 verkauft. Die besonders gute Nachricht: 40 neue Arbeitsplätze sind entstanden.

Eine Zwischenbilanz, die sich sehen lassen kann, sagt Bürgermeister Hartmut Spogat. Gemeinsam mit Edertal und Bad Wildungen vermarktet Fritzlar das interkommunale Gewerbegebiet Nord.

Dort, wo mittlerweile Unternehmen ihre Hallen gebaut, das Autohaus Range Fahrzeuge präsentiert, Landmaschinentechnik Claas ansässig ist und neuerdings auch die von Kassel nach Fritzlar umgesiedelte Firma Qsigma ihren Sitz hat, war vor sechs Jahren noch Ackerland.

2010 habe man mit der Vermarktung begonnen, die anfangs noch schleppend lief, erinnert sich Spogat. Das ist mittlerweile anders.

„Wir sind zufrieden. Es fragen immer wieder Logistiker und andere Firmen an“, sagt Spogat. Allerdings lege man großen Wert auf produzierendes Gewerbe und somit auf qualitativ hochwertige Arbeitsplätze. Oberstes Ziel sei es, Arbeitsplätze zu schaffen.

Der Standort habe seine Vorteile durch die direkte Autobahnanbindung, die Nähe zum VW-Werk und die sehr gute Internetverbindung (100 Mbit/s). Positiv sei für Fritzlar auch, dass es in Kassel kaum mehr freie Gewerbeflächen gebe. Ab einer Fläche von 10.000 Quadratmetern kann man Grundstücke in dem Gewerbegebiet kaufen. Dringend notwendig sei nun die weitere Erschließung des Geländes. „Wir können damit nicht erst beginnen, wenn eine Firma vor der Tür steht und sich bei uns ansiedeln will“, erklärt er.

Hätte Spogat einen Wunsch frei, würde sich ein Industriebetrieb ansiedeln, der bis zu 100 Arbeitsplätze schafft. Doch da der erstmal nicht in Sicht sei, freue man sich über die weitere Stärkung durch Dienstleister und Handwerksbetriebe in dem Gewerbegebiet.

Während Bad Wildungen in Sachen Gesundheit und Edertal im Tourismus in der interkommunalen Zusammenarbeit federführend ist, sind es die Fritzlarer bei der Vermarktung des Gewerbegebietes. „Wir sind so etwas wie die Geschäftsführer", sagt Spogat. Die Zusammenarbeit der Städte funktioniere reibungslos.

Es haben sich bislang keine sehr großen Firmen in dem interkommunalen Gewerbegebiet angesiedelt, das sei zugleich auch die Stärke des Gebietes, so Spogat. „Diese Unternehmen geben uns Sicherheit - auch bei den Gewerbesteuern." Es könne somit nicht zu einem drastischen Enbruch kommen, wenn ein Unternehmen mal hinter den Erwartungen zurückbleibe.

Der Neuling im Gewerbegebiet Nord ist die Firma Qsigma, die ihren Firmensitz von Kassel nach Fritzlar verlegt hat. Das sei ein toller Erfolg für das interkommunale Gewerbegebiet, sagt Bürgemeister Hartmut Spogat, denn Qsigma bringe 14 Mitarbeiter mit.

Die Lage des Fritzlarer Gewerbegebietes sei ideal, sagt Helga Hebeler, Prokuristin und Buchhalterin von Qsigma. „Wir haben in Kassel in einer Mietswohnung angefangen, die zu klein wurde“, so Hebeler. Es habe auch in Kassel Objekte gegeben, die man hätte kaufen können, sich dann aber für einen Neubau in Fritzlar entschieden. Das Bauland sei mit 33 Euro pro Quadratmeter recht günstig und die Verwaltung sehr entgegenkommend. „Es gab keine Probleme und alles lief prima ab“, freut sie sich.

Ausschlaggebend bei der Standortentscheidung waren die Nähe zur Autobahn, der bald sehr gute Internetanschluss und die Nähe zu den Wohnorten der Mitarbeiter, die aus der Region stammen.

Qsigma wurde 2009 gegründet, damals hat man mit vier Personen begonnen. Heute gehören dem Unternehmen 14 Mitarbeiter an, sieben davon sind fest angestellt. Das Unternehmen ist in der Lasermesstechnik tätig und ist vor allem in der Katalysatorherstellung aktiv. Geschäftsführer sind Dr. Stephan Werner und Helmut Kuhn. Die Kunden von Qsigma sitzen hauptsächlich in China, Japan, Südafrika, Brasilien, Amerika, Frankreich, Österreich, Tschechien. In Deutschland zählen VW und Mercedes zu den Kunden. Man wolle weiter wachsen, auch das sei in Fritzlar möglich.

Pläne für eine besondere Reperaturwerkstatt für klassische Fahrzeuge will die Firma Diesel-Nonn in dem Gewerbegebiet umsetzen, wie Andreas Nonn bestätigt.

Oldtimer und Youngtimer sollen dort künftig markenunabhängig instandgesetzt und gewartet werden. „Dabei handelt es sich nicht um Standardreparaturen, sondern um hochwertige und hochtechnisierte Werkstattarbeiten“, sagt Nonn. Außerdem plane man auch einen An- und Verkauf. Arbeitsplätze würden dadurch auch in dem Gewerbegebiet Nord entstehen, wie viele, könne er aber derzeit noch nicht sagen. In einigen Wochen sollen die Bauarbeiten beginnen.

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