Thema Wald steht im Fokus

Neue CD: Fritzlarer spielt Robert Schumann mit Poesie ein

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Dr. Ulrich Skubella aus Fritzlar ist vielen in der Stadt als ehemaliger Anästhesist bekannt. Nun hat der 78-Jährige eine CD aufgenommen - mit einer wichtigen Botschaft.

Seinen Job, sagt er, habe er immer mit viel Begeisterung ausgeführt. Doch da ist bis heute noch eine Sache, für die sein Herz schlägt: die Musik. 

Kürzlich hat Skubella daher eine neue CD aufgenommen. Mit dem Klavier spielte er dafür die Waldszenen von Robert Schumann ein, dazu sprach er kleine Geschichten auf. Brandaktuell sei das Thema, das Schumann schon vor mehr als 150 Jahren aufgegriffen habe. „Die Liebe zum Wald spielte auch damals offenbar schon eine Rolle“, sagt der 78-Jährige. 

In den 1980er-Jahren spielte Skubella die neun Stücke bereits mit dem Klavier in einem Tonstudio ein. „Damals bereitete der saure Regen den Menschen Sorgen um das Fortbestehen des Waldes.“ Nun leide der Wald erneut, und zwar durch die zunehmende Trockenheit und Hitze. Den pensionierten Arzt brachte das auf die Idee, sein musikalisches Projekt wieder aufzugreifen. 

Melodien sollen Gedanken eines Wanderers darstellen

„Zwischen den Klavierstücken von damals habe ich nun kleine Erzählungen eingesprochen.“ Diese passen zu den Melodien und sollen die Gedanken eines Wanderers darstellen. „Am Wegesrand stehen weiße Blumen. Der Wanderer kennt nicht ihren Namen, aber er sieht ihre schlichte Schönheit“, heißt es beispielsweise im Lied „Einsame Blumen“. Das zarte Klavierspiel im Anschluss passt dazu. 

Seinen Höhepunkt hätten die Waldszenen im Lied Nummer sieben, das den Titel „Vogel als Prophet“ trägt. „An dieser Stelle stelle ich mir immer einen Vogel mit einem üppigen gelben Gefieder vor“, sagt Skubella. Die Töne im Lied scheinen zu flattern, erklärt er weiter. Aber was hat der Vogel zu prophezeien? „Vielleicht will er den Wanderer ermahnen.“

Der richtige Zeitpunkt für das Thema Wald 

In der Mitte des Stückes bekomme die Melodie nämlich eine andere Stimmung. „Bewahre die Schöpfung und zerstöre nicht alles, Mensch“, könnte laut Skubella die Botschaft sein. Schon früher habe er die Klavierstücke von Schumann ein paar Mal aufgeführt. Nun sei der richtige Zeitpunkt, um die Menschen wieder für das Thema Wald zu sensibilisieren. 

„Wir können doch nicht so tun, als ginge uns das nichts an“, betont der 78-Jährige. Musik sei ein gutes Medium, um Leute zu erreichen. Bisher habe der Hobbymusiker schon zahlreiche emotionale Rückmeldungen bekommen.

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