Michael Auerbach beschäftigte sich mit 27 Gotteshäusern

Neuer Bildband: Fritzlar und seine Kirchen

Bei der Buchpräsentation: von links Autor Michael Auerbach, Alfons Brüggemeier, Stadtarchivar Clemens Lohmann und Ingo Päschke von der VR-Bank, die 4000 Euro stiftete. Foto: Zerhau

Fritzlar. Es kann schon ein wenig überraschen, dass die Stadt Fritzlar gemeinsam mit ihren zehn Stadtteilen 27 Gotteshäuser vorweisen kann. Sie alle sind in einem neuen Bildband zu entdecken, der jetzt erschienen ist.

Michael Auerbach, Hobbyfotograf und pensionierter Bundeswehroffizier, hatte sich bereits fotografisch mit Türen und Portalen der alten Stadt beschäftigt. Das sei damals gut angekommen, das Buch war innerhalb von drei Wochen vergriffen, sagt er.

Nicht ohne Genehmigungen

Gemeinsam mit Stadtarchivar Clemens Lohmann entstand die Nachfolge-Idee. Auerbach begann Ende 2012 mit der Arbeit, suchte und fand 15 Kirchen, zehn Kapellen, einen Gemeindesaal und einen Gottesdienstraum.

Zunächst galt es, Genehmigungen für die Fotos einzuholen. Das, so sagt Auerbach, habe schon fast ein halbes Jahr gedauert. Dann begann die Arbeit, zum einen die Suche nach Fakten und Interpretationen. So habe er sich viel mit Mystik und Symbolik beschäftigt. 

Für die Fotos, die nun auf 120 Seiten zu sehen sind, reichte es nicht, mal eben in eine Kirche zu gehen. In den meisten Gotteshäusern sei er fünf- bis sechsmal gewesen. So hat Auerbach auch viele Details abgelichtet, hier eine alte Bibel, dort einen historischen Klingelbeutel. Da musste das Licht stimmen, da musste der richtige Blickwinkel gefunden werden.

Der Dom, so erzählt der Autor, war sein häufigstes Ziel. Mindestens 50-mal sei er mit der Kamera in dem altehrwürdigen Gebäude gewesen. Den Dom nennt Auerbach auch, wenn er nach seiner Lieblingskirche gefragt wird.

„Die Neugierde hat mich getrieben“, so beschreibt Auerbach sein Motiv. Dabei gab es auch Überraschungen. So sieht er die Kirche in Obermöllrich als echten Geheimtipp. Durch das schöne, dunkle Holz habe sie eine ganz besondere, warme Atmosphäre.

Ob in der Kaserne, bei der Freien Evangelischen Gemeinde in Werkel oder in der Kapelle „St. Antonius der Eremit“ aus dem 13. Jahrhundert in Rothhelmshausen - Auerbach war überall.

220 Fotos, 120 Seiten

Um das Layout der 220 Fotos auf 120 Seiten hat sich Alfons Brüggemeier (Regionalmuseum Fritzlar) gekümmert. Stadtarchivar Lohmann hat bei der Fotoauswahl geholfen und die Texte gegengelesen. Die VR-Bank Schwalm-Eder steuerte 4000 Euro zur Herstellung der Bücher bei, die vom Geschichtsverein Fritzlar herausgegeben werden.

Zu sehen sind nicht nur die Kirchen von innen und von außen, sondern auch zahlreiche architektonische Details und Objekte. Auch den Kirchenorgeln ist ein Abschnitt gewidmet. (ode)

Das Buch „Kirchen und Kapellen in der Dom- und Kaiserstadt“ hat eine Auflage von 250 Exemplaren und ist ab sofort für 19 Euro in der Tourist-Information Fritzlar, Zwischen den Krämen 5, erhältlich, Tel. 0 56 22/98 86 43.

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