Trauungen möglich

Nicht nur für Ja-Sager: Hochzeitshaus soll zu Museum ausgebaut werden

Fritzlar. Hochzeitshaus: Dieser Name wird in Fritzlar künftig Programm sein. Denn in dem prächtigen Bau in der Altstadt können sich Brautpaare demnächst trauen lassen. Und nicht nur das: Das Hochzeitshaus soll zu einem modernen Museum umgebaut werden.

Etwa eine Millionen Euro werde das kosten, erklärte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat am Donnerstag bei einer Bürgerversammlung in der Stadthalle.

Was genau künftig in dem Hochzeitshaus zu sehen sein wird, stehe noch nicht genau fest. „Über den Inhalt wird noch beraten. Das Feinkonzept ist noch nicht fertig“, so Spogat. Die Hülle habe man dagegen schon geplant. Der Eingang - mit Rampe für Menschen mit Behinderung - werde an der Straße Am Hochzeitshaus sein. Das Museum soll offen gestaltet werden, deshalb plane man eine Glastür für den Eingang. „Man soll Lust bekommen, in das Museum hinein zu gehen“, sagte Spogat. Es werde ein barrierefreies Haus mit Heizung und Toiletten entstehen. „Wir wollen ein offenes, gut begehbares und einladendes Museum“, sagte Spogat.

Im Bereich des Haupteingangs liegt auch das Flusskieselmosaik. Dieses werde man mit einer Glasplatte abdecken, die man betreten könne. Im Erdgeschoss sollen zudem Empfang, Aufzug, Toilette und Technik untergebracht werden.

Im ersten Obergeschoss entstehen Ausstellungsräume. Die soll es auch im zweiten Obergeschoss geben. Außerdem sind dort im Westflügel ein Trauzimmer - für bis zu 30 Personen - und ein Veranstaltungssaal vorgesehen. „So könnte man direkt von der Trauung in den Veranstaltungsraum gehen“, erklärte Spogat. Außerdem plane man weitere Toilettenräume.

Aufenthaltsraum, Büro, Depot und Werkstatt seien für das Dachgeschoss vorgesehen.

Soll umgebaut werden: Das Hochzeitshaus soll zu einem modernen Museum um- und ausgebaut werden. Foto/Grafik: Zerhau/Stadt Fritzlar

Um dem Brandschutz gerecht zu werden, plane man eine Stahlwendeltreppe an der Schildererstraße - als zusätzlichen Fluchtweg. An diesen Anblick werde man sich gewöhnen müssen, so Spogat.

Das Patrizierhaus sei in den Planungen für das Museum nicht berücksichtigt. Durch die neue Aufteilung habe man im Hochzeitshaus mehr Platz für die Ausstellung. Und: Man trenne sich von einigen Stücken, wie zum Beispiel der Guhr-Sammlung, da sie keinen direkten Bezug zu Fritzlar habe. Finanziert wird der Umbau mit dem Programm Aktive Kernbereiche, das bedeute einen 70-prozentigen Netto-Zuschuss des Landes Hessen.

Von Maja Yüce 

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