Noch wie ein großes Puzzle

Hessentagsbeauftragte planen schon jetzt den Hessentag 2024 in Fritzlar

Noch ist an Feiern kaum zu denken, aber den Hessentag 2024 wollen die Fritzlarer unbedingt stattfinden lassen: Die Hessentagsbeauftragten Stephanie Fett und Matthias Bode sind für die Koordination zuständig.
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Noch ist an Feiern kaum zu denken, aber den Hessentag 2024 wollen die Fritzlarer unbedingt stattfinden lassen: Die Hessentagsbeauftragten Stephanie Fett und Matthias Bode sind für die Koordination zuständig.

Der Hessentag 2024 ist noch weit weg. Und doch stecken die Fritzlarer Hessentagsbeauftragten Matthias Bode und Stephanie Fett mitten in den ersten Vorbereitungen.

Fritzlar – Derzeit ist an Feiern, geschweige denn an große Feste, nicht zu denken. Die Coronakrise macht unbeschwertes Ausgelassensein in einer Menschenmenge unmöglich. Und doch klammern sich insbesondere die Fritzlarer an eine große Veranstaltung, die die Domstadt 2024 zu einem Magneten für zahlreiche Besucher machen soll: der Hessentag. Trotz Teil-Lockdowns stecken Stephanie Fett und Matthias Bode bereits mitten in den Vorbereitungen. Die Zwei sind die Hessentagsbeauftragten und haben damit die Koordination des Festes in der Hand.

Gemeinsam mit dem Hessentagsbeirat, der aus Bürgermeister Hartmut Spogat und Stadtverordneten besteht, und der Hessentagspartnerschaft, die etliche Bürger bilden, gestalten Fett und Bode die zehn besonderen Tage im Frühsommer 2024. Zu einem genauen Termin hat sich die Hessische Staatskanzlei noch nicht geäußert. „Noch ist es wie ein großes Puzzle“, sagt die 32-Jährige, die sich bei der Stadt um die Bereiche Kultur, Öffentlichkeit und Sport kümmert. Entschieden sei bislang noch sehr wenig. „Es geht gerade darum, Ideen zu sammeln.“

Welche Arbeitsgruppen können mitwirken? Wie kann man die Bevölkerung noch mehr mit einbinden? All das seien unter anderem Fragen, die nach und nach beantwortet werden. „Es warten spannende Aufgaben auf uns“, sagt Bode. Erste Ziele wurden bei einem Treffen der Hessentagspartnerschaft vor einigen Monaten umrissen. Weitere Treffen sollen diese konkretisieren – natürlich erst, wenn die Coronakrise dies wieder zulasse. Bei der Organisation des Hessentages hangele sich die Stadt an einem Meilensteinplan der Staatskanzlei entlang. „Das Schöne ist, dass man das Rad nicht neu erfinden muss“, sagt Fett. Wichtig sei, nach und nach einen Hessentag zu entwickeln, der zu Fritzlar passe. Sicherheit und Verkehr, Finanzen, Infrastruktur, Marketing und Veranstaltungen – dies seien die Säulen, die bearbeitet werden müssen und auf denen die Veranstaltung steht. „Aktuell beschäftigen wird uns zum Beispiel mit der Flächenplanung“, erklärt Bode, der bei der Stadt Fritzlar als Kämmereileiter arbeitet. Rund 10 000 Parkplätze seien schließlich voraussichtlich notwendig.

„Viele Bürger denken, wir hätten schon einen festen Plan in der Hand, wie alles laufen soll“, sagt Fett. Noch sei zum jetzigen Zeitpunkt aber einiges offen. „Wir telefonieren immer wieder mit den anderen Hessentagsstädten der kommenden Jahre“, so Fett. Dabei bekomme man ein Gefühl für das Fest, könne Erkenntnisse für die eigene Veranstaltung gewinnen.

„Der Hessentag ist so viel mehr als nur zehn Tage Feiern“, so Fett. Es handele sich um ein Fest, das schon wegen der vielen Investitionen einen nachhaltigen Effekt auf die Stadt habe. Maximal zwei Millionen Euro inklusive dem Zuschuss des Landes dürfen ausgegeben werden. „Mit Stand heute sehen wir kein Problem, das finanziell zu stemmen“, so Bode.

Und doch sind sich die Hessentagsbeauftragten einig: In der Haut der Stadt Fulda, die für nächstes Jahr plant, wollen sie nicht stecken. „Das ist eine ganz schwierige Situation“, sagt Fett. Ob es auch 2021 Absagen hagele, das wisse niemand. Die Hoffnungen auf 2024 schmälere das aber nicht. (Daria Neu)

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