Neuer Priester

Patrick Prähler ist ab August der neue Priester in Fritzlar und Wabern

Priester Patrick Prähler vor dem Fritzlarer Dom.
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Patrick Prähler ist ab August der neue Priester in Fritzlar und Wabern.

Patrick Prähler übernimmt ab August die Aufgaben von Kaplan Kai Scheffler in der katholischen Pfarrei St. Peter in Fritzlar und St. Wigbert in Wabern. Wir stellen ihn vor.

Fritzlar/Wabern – Dass Patrick Prähler mal Priester werden würden, das hätte er als Jugendlicher noch nicht gedacht. Doch im Sozialrecht-Studium kam es dann, dieses Gefühl. „Ich spürte ein Hingezogensein – zu Gott, zur Kirche, zu den Menschen.“ Von Tag zu Tag wurde dem heute 33-Jährigen bewusst: Er will seiner Berufung folgen und Pfarrer sein. Seit einigen Jahren verkündet er nun schon Gottes Botschaft.

Ab August wird er dies auch im Fritzlarer Dom tun . Denn Prähler übernimmt die Aufgabe von Kaplan Kai Scheffler in der katholischen Pfarrei St. Peter in Fritzlar und St. Wigbert in Wabern. Unbekannt ist er rund um die Domstadt jedoch nicht.

Bereits 2014 war er als Praktikant und später als Diakon in Fritzlar und Umgebung tätig. „Damals bin ich schweren Herzens gegangen“, sagt Prähler. Warum? „Schauen Sie sich hier doch mal um“, sagt er, zuckt die Schultern und lacht. Fritzlar sei historisch und spirituell ein toller Ort. Die Stadt sei in anderes Pflaster als Hanau, wo er noch bis August tätig ist.

Patrick Prähler möchte den Katholiken in Fritzlar und Wabern Halt geben

Dass die katholische Kirche vermehrt in der Kritik stehe, gerade junge Menschen zunehmend schwieriger für die Institution zu begeistern seien und sich die Welt derzeit ohnehin im Ausnahmezustand befinde – all das sei dem Priester bewusst. Und dennoch lebt er seinen Job. Denn seine Aufgabe sei ganz klar: „Ich möchte den Menschen Halt geben. Ich will sie wieder daran erinnern, dass da ein Gott ist, der sie bedingungslos liebt.“

Hadern, zweifeln, hinterfragen – all das sei auch im Glauben erlaubt. „Ich habe die Zeit bis zur Priesterweihe genutzt, um zu prüfen, ob ich wirklich dafür gemacht bin, Pfarrer zu sein.“ Prähler wirkt offen, ehrlich und authentisch. Die Frage nach dem Zölibat, das der junge Mann mit seinen 33 Jahren versprochen hat, scheint ihn daher nicht aus der Fassung zu bringen.

„Ob sich auch ein Priester ab und an verliebt? Na klar! Aber das ist doch in einer Ehe nicht anders.“ Ähnlich wie in jeder anderen Beziehung, gehe es dann eben auch im Priesterdasein um den Wert der Treue.

Er ist bald Fritzlars neuer Priester: Patrick Prähler übernimmt im August die Aufgaben von Kaplan Kai Scheffler – auf die neue Herausforderung freut er sich bereits.

Patrick Prähler will in Fritzlar und Wabern die Botschaft des Glaubens vermitteln

Gut gelebter Glaube mache am Ende aber vor allem Freude und sei nicht dazu da, jemanden einzuengen. „Die Botschaft der Kirche ist eigentlich unschlagbar. Oftmals wird sie nur schlecht verkauft“, sagt Prähler. Kirche habe sich immer wieder reformiert, Höhen und Tiefen erlebt, müsse sich auch heute noch regelmäßig reflektieren. „Es menschelt überall. Und wo Menschen sind, da wird eben auch gesündigt“, sagt Prähler und bezieht die christliche Kirche dabei klar mit ein.

An die unschlagbare Botschaft des Glaubens glaubt der Priester dennoch ganz fest. Diese möchte er in Fritzlar vermitteln. Kraft und Hoffnung – das will er den Menschen in der Gemeinde schenken. „Besonders wichtig ist mir dabei auch die Jugendarbeit.“

Kindergottesdienste, Ferienfreizeiten und andere Aktivitäten hätten bei ihm hohe Priorität. Gleichzeitig verspricht er aber, den älteren Gemeindemitgliedern mit offenem Ohr zur Seite zu stehen. Im September wird Patrick Prähler offiziell im Gottesdienst eingeführt. Ob ihn dann drei Monate später ein ganz normaler Weihnachtsgottesdienst erwartet? „Das hoffe ich wirklich sehr.“

Die Rückkehr von Patrick Prähler nach Fritzlar

Patrick Prähler (33) wurde in Gelnhausen geboren und wuchs in Bad Orb (Main-Kinzig-Kreis) auf. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Justizfachangestellten am Amtsgericht Frankfurt. Im Anschluss holte er sein Abitur nach und begann das Studium des Sozialrechts in Fulda.

Nach dem bestandenen Vordiplom in Sozialrecht trat er 2009 in das Priesterseminar in Fulda ein. Er war als Praktikant und später als Diakon in Fritzlar tätig. Nach seiner Priesterweihe 2016 durch Bischof Heinz Josef Algermissen fand die Nachprimiz des Neupriesters in der Fritzlarer Basilika statt. Prähler war Kaplan in Flieden und Hanau, 2020 übernahm er die Leitung verschiedener Pfarreien in Hanau. (Daria Neu)

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