Chip-Lesegeräte für vier Stationen

Polizei identifiziert Fundtiere jetzt selbst

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Schwalm-Eder. In den Polizeistationen Melsungen, Homberg, Fritzlar sowie bei der Autobahnpolizei können Fundtiere nun direkt identifiziert werden. Die Stationen wurden jetzt nämlich vom Tierheim Beuern mit Lesegeräten, die Tierchips auslesen können, ausgestattet.

Finanziert wurden die Geräte, die je 80 Euro kosten, von der Tierschutzorganisation Tasso, die das gleichnamige europäische Haustierzentralregister verwaltet.

Mit den Geräten kann die Polizei nun selbstständig Fundtiere, die von ihren Haltern gechippt wurden, durch einen Anruf bei Tasso einem Besitzer zuordnen. „Wir arbeiten schon lange eng mit der Polizei zusammen, weil sie meist als erste Anlaufstelle bei Fundtieren gerufen wird“, sagt Mandy Lindner, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Ein Heim für Tiere“ vom Tierheim Beuern. „Für die Tiere bedeutet das in erster Linie weniger Stress“, sagt Lindner. Denn so müssten die Tiere nicht extra ins Tierheim gebracht werden, um identifiziert zu werden.

Die Idee für die neue Ausstattung der Polizeistationen kam bei der Übergabe eines Fundtieres von der Polizei an das Tierheim zustande. „Da wir selbst nur eine begrenzte Zahl an Lesegeräten im Tierheim haben und keine abgeben können, haben wir uns an Tasso gewandt“, sagt Mandy Lindner. Jede Dienststelle, mit der das Tierheim Beuern zusammen arbeitet, besitzt nun ein eigenes Gerät.

Die Polizei habe regelmäßig mit Fundtieren zu tun, erklärt der Leiter der Melsunger Station, Gerd Kümmel. Manche würden direkt zur Dienststelle gebracht, von anderen Fundtieren werde die Polizei telefonisch über den Aufenthaltsort informiert. Die Chips der Tiere befinden sich auf der linken Seite im Schulterbereich. Wenn sich das Lesegerät direkt über dem Chip befindet, wird die Registrierungsnummer auf dem Display angezeigt. 

Von Yasmin Höse

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