Strafverfahren gegen zwei Fahrer läuft

Tuner-Szene in Fritzlar: Polizei schnappt erneut Raser an der B 450 bei Fritzlar

Zu sehen ist ein leuchtendes Blaulicht auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs
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Symbolbild Polizei Blaulicht

Erst eine Woche ist die letzte Kontrolle her, schon hat die Polizei am vergangenen Samstagabend erneut mehrere Raser in Fritzlar erwischt.

Dabei wurde unter anderem ein BMW sichergestellt, weil die „Auspuffanlage deutlich zu laut und die Hinterreifen abgefahren waren.“ Außerdem hat die Polizei mehrere Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen zu schnellen Fahrens auf der B 450 zwischen Kalbsburg und Fritzlar eingeleitet. Zudem stellte das Ordnungsamt Fritzlar acht Verstöße gegen die Coronaregeln fest.

Nachdem vor einer Woche rund 100 Autos auf dem Parkplatz eines Baumarktes „Auf der Lache“ kontrolliert worden waren, wurden dort auch diesmal zu Spitzenzeiten etwa 70 Fahrzeuge festgestellt. Markus Brettschneider von der Polizeidirektion Schwalm-Eder erklärt: „Wer die Coronaregeln einhält, darf sich natürlich auf dem Parkplatz treffen. Aber die Regeln zu missachten und dann auch noch unnötig laut und viel zu schnell mit Autos herumzufahren – das geht natürlich nicht.“

Die Höchstgeschwindigkeit bei der Messung an der B 450 lag diesmal bei 142 km/h. „Dazu gehören nicht zwangsläufig nur die Fahrer, die sich auf dem Parkplatz treffen. Dabei messen wir vielmehr alle Autofahrer, die die B 450 befahren“, erklärt Brettschneider. Am Wochenende zuvor hatten die Messwerte an der Bundesstraße deutlich höher gelegen. Gegen die beiden Fahrer, die vor einer Woche mit 197 km/h und 175 km/h gemessen worden waren, sind mittlerweile Strafverfahren wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennen eingeleitet, heißt es seitens der Polizei.

Auch Bürgermeister Hartmut Spogat äußert sich zur Lage: „Wir sind mit dem Betreiber des Baumarktes und der Polizei in Verbindung, um Lösungen zu finden.“ Allerdings handele es sich um private Parkflächen, sodass die Stadt nur Empfehlungen aussprechen könne. „Ich appelliere an alle, momentan vermeidbare Treffen zu lassen – nur so können wir gesamtgesellschaftlich zum normalen Leben zurückkommen“, sagt Spogat. Straftaten rund um die Benutzung von Fahrzeugen müssten sanktioniert werden.

Polizei: Bis zu zwei Jahren Haftstrafe drohen

Bis zu zwei Jahren Haft und eine hohe Geldstrafe könnte den Rasern drohen, die am Wochenende um den 27. Februar mit 197 und 175 Stundenkilometern in Fritzlar unterwegs waren und gegen die nun ein Strafverfahren läuft, sagt Markus Brettschneider von der Polizeidirektion Schwalm-Eder. „Das wird das Gericht nun entsprechend ahnden.“ Die Polizei werde die Treffpunkte für Tuner und Raser weiterhin im Auge behalten. (Daria Neu)

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