Kunden sind sauer

Post ist nachmittags dicht: Ärger über Fritzlarer Filiale

Nachmittags geschlossen: Die Postfiliale an der Gießener Straße in Fritzlar ist bis Silvester nur vormittags geöffnet. Ab dem 2. Januar gelten neue Öffnungszeiten. Fotos: Zerhau/privat

Fritzlar. Die Post in Fritzlar sorgt bei Kunden weiter für Unmut: Immer wieder ist die Filiale an der Gießener Straße nachmittags geschlossen.

Zwischen Weihnachten und Silvester können Kunden nur von 9 bis 12 Uhr ihre Briefe und Pakete abgeben. Ein Aushang am Eingang weist auf die geänderten Öffnungsszeiten und organisatorische Gründe hin.

Kristian Ewald ist verärgert. Der Mann aus Zennern führt einen Online-Versandhandel. Seine Sendungen gibt er gerne nachmittags in Fritzlar ab - damit sie am nächsten Tag beim Kunden sind. In den vergangenen Monaten stand er jedoch oft vor verschlossenen Türen. „Die Filiale war immer wieder nachmittags ohne jegliche vorherige Ankündigung geschlossen“, sagt Ewald. Für den Händler war das ärgerlich. Er musste mit seinen Sendungen meist nach Kassel fahren, da andere kleine Filialen in den Nachbarkommunen keine größeren Mengen annehmen oder die Pakete am Abend nicht mehr abgeholt werden, wie Ewald erklärt. Er hält die Zustände für „unhaltbar und eine Frechheit“.

Bereits Ende November hatte es Diskussionen über die Öffnungszeiten der Post gegeben. Mehrere Kunden hatten sich in der Facebook-Gruppe „Fritzlar meine Heimatstadt“ beschwert (wir berichteten). Die Postbank erklärte damals auf Anfrage, dass die personelle Situation im Finanzcenter im November aufgrund von Personalausfällen „sehr angespannt“ gewesen sei.

„Leider ist die personelle Situation in unserem Finanzcenter in Fritzlar immer noch angespannt“, erklärte eine Sprecherin am Donnerstag auf Nachfrage. Wegen Personalausfalls sei die Schließung an den Nachmittag erforderlich gewesen. „Wir verstehen die Verärgerung unserer Kunden und bitten ausdrücklich um Entschuldigung“, heißt es.

„Widrige Umstände“

Kurzfristig bekannt werdende Personalausfälle könnten oft aufgefangen werden - etwa durch „Springer“ oder den Einsatz von Mitarbeitern aus anderen Filialen. In Fritzlar seien jetzt mehrere widrige Umstände zusammengekommen. „Eine ausgeschriebene, volle Stelle konnte bislang nicht wieder besetzt werden, dazu kommt der kurzfristige Ausfall eines Mitarbeiters durch Krankheit.“ Aus diesem Grund könne die Filiale in der Dom- und Kaiserstadt derzeit nur mit einer Kraft besetzt und nicht im gewohnten Umfang geöffnet werden.

Ab Montag, 2. Januar, gelten geänderte Öffnungszeiten. Das Finanzcenter werde Montag bis Freitag von 9.30 bis 12 Uhr und von 14.30 bis 17.30 Uhr sowie Samstag von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet sein.

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