Zusammenlegung der Häuser diskutiert

Regenbogenschule: Sehnsucht nach Schulfrieden

Sprach für den Elternbeirat: Antje Scharf.

Lohne/Züschen. Eine Entscheidung über die Standorte der Regenbogenschule könnte im März kommenden Jahres fallen. Der Kreistag könnte in seiner Sitzung am 12. März den Schulentwicklungsplan so ändern, dass die Schule nur noch einen Standort hätte.

Das ist das Ergebnis eines Elternabends der Schule am Donnerstag. Grundsätzlicher Widerspruch gegen nur noch einen Schulstandort war an dem Abend nicht zu hören, wohl aber Sorgen um das menschliche Klima in der Schule und zwischen den Dörfern Züschen und Lohne.

Gebäude wurde geschlossen

Hintergrund ist der Fund von Polyzyklisch-aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in der Lohner Schule, die in hoher Konzentration als krebserregend gelten. Die Schulverwaltung hatte das Gebäude geschlossen. Nun begann die Debatte um eine Zusammenlegung, die die Schulleitung sich ohnehin wünscht.

Schulleiterin Kirsten Hujer machte beim Elternabend deutlich, welche Schwierigkeiten eine kleine Schule (vier Klassen) an zwei Standorten hat. Da ist zum Beispiel die Schulbibliothek mit 2500 Büchern, die zur Hälfte in Lohne und in Züschen stehen und in den Ferien ausgetauscht werden.

Oder das Problem mit der Aufsichtspflicht: Zurzeit habe die Schule vier Lehrerinnen. Bei Krankheit ist dann nur eine Lehrerin an einem Standort. Wenn diese dann auf Toilette muss, wird es schwierig mit der Aufsichtspflicht, wie Otto Prilop vom Schulamt beim Elternabend erläuterte.

An einem Standort wäre es leichter möglich, auch mal jahrgangsübergreifend zu unterrichten; auch Projektarbeit wie Circus, Literaturcafé, Spielenachmittage und ähnliches.

Ohne Hoffnung und Glauben

Antje Scharf verlas für den Schulelternbeirat eine emotionale Stellungnahme. Die „Kraft, vor allem aber Glaube und Hoffnung an eine friedliche/ freundschaftliche Klärung des Sachverhalts“ sei dem Beirat verloren gegangen. Es gehe darum, die Zukunft der Schule zu sichern, dafür brauche es „Ideen und Visionen“.

„Lächeln Sie einmal mehr, und grüßen Sie einmal mehr.“

Sorgen um den Schulfrieden machte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat deutlich. Peter Waterkamp, Pfarrer und Schulvater, appellierte an alle, den Respekt zu bewahren: „Lächeln Sie einmal mehr, und grüßen Sie einmal mehr!“

Kreistag entscheidet

Sollte die Schule zusammengelegt werden, müsste der Kreistag den Schulentwicklungsplan ändern. Möglich wäre das frühestens in der Sitzung am 12. März. Zuvor, so Gabriele Baar von der Kreisverwaltung, würde die Fritzlarer Stadtverordnetenversammlung befragt. Deren Votum sei zwar nicht bindend, sagte Monika Vaupel (Kreis-Schulausschuss), versicherte aber, der Kreistag werde sich kaum gegen die Stadt stellen. Möglich wäre bei einem entsprechenden Beschluss ein Anbau von zwei Klassenräumen in Züschen. Bei einer Bürgerversammlung war auch ein Neubau in Lohne ins Gespräch gebracht worden.

Von Olaf Dellit

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