Nur noch ein Standort für die Schule – Emotionale Diskussion

Regenbogenschule: Stadt fordert Neubau

Lohne/Züschen. Der Streit um den Standort der Regenbogenschule sorgt in den Fritzlarer Ortsteilen Lohne und Züschen seit Monaten für Streit.

Derzeit ist es eine Schule mit zwei Standorten. Nachdem das Schulgebäude in Lohne wegen Baumängeln geschlossen wurde, entbrannte eine emotionale Diskussion über den künftigen Standort. Fritzlars Bürgermeisters Hartmut Spogat sagte bereits, dass er sich Sorgen um den Schulfrieden mache. Peter Waterkamp, Pfarrer, appelierte an alle, den Respekt zu wahren.

Nun scheint klar zu sein, dass es künftig nur noch einen Standort geben wird. Doch wo der künftig sein wird, bleibt wohl auch nach der Sitzung der Stadtverordneten heute Abend offen. Denn sehr wahrscheinlich werden die Parlamentarier der Empfehlung der Ausschüsse folgen. „Sie haben sich für einen Standort ausgesprochen, favorisieren aber keinen Ort und haben sich deshalb nicht festgelegt. Container sollen schnellstmöglich in Züschen aufgestellt werden“, sagt Spogat. Dann könnten die Lohner Schüler, die derzeit im Dorfzentrum unterrichtet werden, in die Container ziehen.

Die endgültige Entscheidung trifft der Kreistag. Das Votum der Stadtverordneten ist für diesen zwar nicht bindend, er werde sich aber kaum gegen die Stadt stellen, wurde im Vorfeld betont. Folgen die Stadtverordneten den Ausschüssen, gibt es keinen Anbau von zwei Klassen - für die Schüler aus Lohne - an die Schule in Züschen. Die Stadt fordere stattdessen einen Neubau. „In Züschen oder Lohne“, sagt Spogat. Fritzlar zahle 2,7 Mio. Euro Schulumlage an den Kreis, da sei diese Forderung berechtigt. An welchem Ort der Bau aber entstehe, müsse der Kreistag entscheiden.

Dabei waren schon 350.000 Euro für den Anbau in Züschen im Kreishaushalt vorgesehen, der im März eingebracht wird, sagt Gabriele Baar von der Kreisverwaltung.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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