Große Hilfsbereitschaft am Samstag in Fritzlar

Ein Rekord für Dominik: 674 Menschen ließen sich typisieren

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Mit dabei bei der Typisierungsaktion: Oberfeldärztin Dr. Kirsten Breitenbach nahm Julian Faupel aus Fritzlar Blut ab.

Fritzlar. Die lange Schlange vor dem Zelt ließ es schon erahnen: Viele Menschen waren am Samstag zur Typisierung auf das Kasernengelände Fritzlar gekommen, wollten dem an Blutkrebs erkrankten Dominik Triebfürst (wir berichteten) helfen.

Die Bilanz am Ende des Tages überraschte: „Insgesamt haben sich heute 674 Menschen bei uns typisieren lassen. Wir sind stolz auf diese große Zahl und sehr dankbar", sagt Martin Quarg, Mitarbeiter der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS).

Gleich an zwei Standorten gab es am Samstag die Möglichkeit, sich typisieren zu lassen - am Fritzlarer Dom und auf dem Kasernengelände waren Stände eingerichtet. Kurzfristig hatte die Bundeswehr ein Zelt für das Projekt bereit gestellt und somit die Aktion auf dem Kasernengelände ermöglicht.

„Wir haben uns zusammen getan und wollen Dominik helfen. Dass das so schnell geklappt hat, ist der Verdienst des Heeresfliegerregiments und des Sanitätszentrums“, sagte Dr. Kirsten Breitenbach (Oberfeldärztin), die die Aktion medizinisch begleitet. „Wir sind absolut überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen. Es ist toll, dass so viele gekommen sind und helfen wollen.“

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Mit 20 Helfern kam es erst gar nicht zu langen Wartezeiten. Am Stand auf dem Kasernengelände wurde die Aktion wegen des großen Andrangs sogar verlängert. Mit Durchsagen auf dem Gelände und Aufrufen an den Shuttle-Bussen machten die Organisatoren auf die Aktion aufmerksam.

Schicksal bewegte

Das Schicksal von Dominik Triebfürst bewegte viele der Besucher: „Ich möchte helfen. Die Tochter von Bekannten hat Blutkrebs, das berührt mich sehr“, sagte Anke Schäfer aus Wabern-Hebel, deren Mann bei der Bundeswehr ist.

Ähnlich sah das Marcel Hübler aus Oberaula: „Ich halte das hier für eine gute Sache. Es ist nur ein kleiner Aufwand, und dafür kann man ein Leben retten.“ Die DKMS, die die Kosten für die Typisierungen trug, freute sich auch über zahlreiche Geldspenden, die bei der Aktion am Samstag zusammen kamen.

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