Neues Bewirtungskonzept

Sauerbrunnen Geismar wurde wurde wieder zum Pilgerort

Beliebte Anlaufstelle: Der Geismarer Sauerbrunnen. Am Pfingstsonntag machten sich wieder hunderte Besucher dorthin auf. Foto: Zerhau

Geismar. Das unbeständige Wetter über Pfingsten bereitete Klaus Ramus eine schlaflose Nacht. „Ich habe kein Auge zugemacht. Ich habe nur den Regen gehört“, sagte er am Sonntagmittag beim traditionellen Brunnenfest am Pfingstsonntag.

Doch pünktlich – wie schon so oft – zeigte sich gegen Mittag die Sonne, und das lockte auch wieder viele Gäste an. Ehefrau Marion Ramus hatte sich am späten Samstagabend schon einen Plan B zurechtgelegt, der zum Glück aber nicht realisiert werden musste.

70 Liter Erbsensuppe

Der Geismarer Sauerbrunnen entwickelte sich wieder zu einer Art Pilgerort für Gäste aus nah und fern. Und so waren die Vorbereitungen wie in den Jahren zuvor nicht umsonst: 70 Liter Erbsensuppe, 1100 Brötchen, 800 Bratwürste, 45 Kuchen und 200 Portionen Spießbraten fanden reißenden Absatz, dazu die diversen Getränke.

Mehrweg statt Einweg

Neu in diesem Jahr waren die großen Suppenterrinen, in denen die Mitglieder vom Förderverein die Suppe ausgaben. Die waren nicht mehr aus Kunststoff, sondern aus Porzellan.

Damit, so Klaus Ramus, wolle man einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten. Auch die Plastiklöffel wurden gegen Metalllöffel ausgetauscht.

Aus diesem Grund musste aber zusätzlich eine Spülstation eingerichtet werden, wo auch das Geschirr von Kaffee und Kuchen mit gereinigt werden konnte.

Die Anregung hatte Klaus Ramus im vergangenen Jahr durch einen Leserbrief in der HNA bekommen. Ein Leser hatte die Nutzung des Einweggeschirrs angesprochen. Ramus nahm die Anregung sehr ernst und hatte sich gleich der Umrüstungsaktion angenommen. Die Gäste nahmen das übrigens sehr positiv zur Kenntnis. Neben den Stammgästen, die seit vielen Jahren zum Sauerbrunnen kommen, waren auch Besucher von weit außerhalb gekommen.

Das waren unter anderem 70 Camper vom Fritzlarer Wohnmobilstellplatz in der Ederau, die Platzwart Harald Kurze animiert hatte, eine Radtour zum Sauerbrunnen zu unternehmen.

Danke sagen die Leute vom Förderverein Sauerbrunnen auch ihren Nachbarn, der Familie Spruijt von gegenüber, die kostenlos für die Feste das Trinkwasser zur Verfügung stellt.

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