Förderverein Sauerbrunnen Geismar blickt auf seine Geschichte zurück

Sauerbrunnen ist gerettet: Geismarer Kleinod ist saniert

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Darauf ein Glas „Quatsch“: (von links) Eva Claas (Dorf- und Regionalentwicklung Schwalm-Eder-Kreis), Christa Reuß (VR-Bank Schwalm-Eder), Thomas Volke (Architekt), Landrat Winfried Becker, Manfred Janes (Stadtrat Bad Wildungen), Bürgermeister Hartmut Spogat, Karl-Otto Winter (Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse Schwalm-Eder) und Klaus Ramus (Vorsitzender Förderverein Sauerbrunnen) stoßen auf den Sauerbrunnen an.

Geismar. Der Sauerbrunnen in Geismar ist saniert. Damit ist die Quelle, das Kleinod Geismars, raus aus dem Programm der Dorferneuerung.

Klaus Ramus hat sich getäuscht. Zum Glück. Sonst wäre der Sauerbrunnen nämlich noch immer eine Baustelle. Als der Förderverein Sauerbrunnen Geismar 2006 gegründet wurde, hat Ramus nicht geglaubt, dass die Arbeiten noch zu seinen Lebzeiten abgeschlossen werden.

Jetzt, elf Jahre später, steht der Vorsitzende putzmunter vor dem Kleinod. „Ich freue mich, dass ich mich getäuscht habe. Wir haben es geschafft“, sagt er bei einer Feierstunde und lacht.

Ramus’ Frau Marion ist die stellvertretende Vorsitzende. Sie spricht über die „kurze, aber ereignisreiche“ Geschichte des Vereins. 1998 wurde das erste Sauerbrunnenfest gefeiert. Es sollte ein Fest sein, „wie es früher war“. Die Gymnastikdamen waren davon überzeugt, alles für die Besucher getan zu haben. Es gab Eintopf, Würstchen, Kuchen.

Schlichtweg überrannt

Doch die Organisatoren wurden schlichtweg überrannt. „Schon am frühen Nachmittag war nichts mehr übrig“, erinnert sich Marion Ramus.

Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Am nächsten Pfingstsonntag feiern die Geismarer ihr 20. Sauerbrunnenfest. Marion Ramus erzählt von dem großen Schock, als im Jahr 2006 der Zugang zum Brunnen plötzlich gesperrt war. Einsturzgefahr. Die einhellige Meinung damals: „Der Zaun muss weg.“ Und so spannt sie den Bogen von der Gründung des Fördervereins bis zum Abschluss der Arbeiten.

Sie erzählte davon, wie sie mit Banner und Megafonen in Bad Wildungen demonstrierten und schließlich für einen symbolischen Euro den Sauerbrunnen übernahmen.

Kleine Schritte

In „kleinen Schritten“ wurde in die Instandhaltung investiert. Unterm Strich sind in den vergangenen zehn Jahren 140 000 Euro und 1900 Arbeitsstunden beim Förderverein zusammengekommen. Klaus Ramus’ Fazit: „Ohne die Unterstützung von Verein, Spendern, Firmen, Institutionen und dem Förderprogramm Dorferneuerung wären wir nicht so weit gekommen.“ Auch Landrat Winfried Becker lobt den Einsatz der Beteiligten. „Es ist beispielhaft, was hier am Sauerbrunnen gelaufen ist“, sagt er mit dem Gebäude im Rücken. „Was hinter mir steht, kann sich sehen lassen.“ Am Anfang habe das Gebäude grausam ausgesehen. Eine solche Sanierung sei nicht zu erwarten gewesen. „Die Dorfentwicklung war der Glücksfall.“ Einen Dank, einen Gruß und ein Schmeichelwort hatte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat dabei. „Es ist gelungen“, betonte er und verband den Glückwunsch mit einer Bitte: „Bleiben Sie dem Kleinod Sauerbrunnen treu und erhalten Sie es weiter.“ 

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