Sauerbrunnen wird saniert - Geld aus Dorfentwicklungs-Programm

Bei der Arbeit: Jürgen Berndt und Simon Weitz decken das Dach des Sauerbrunnens ab. Foto: Yüce

Fritzlar. Es geht voran am historischen Sauerbrunnen zwischen Geismar und Züschen: Seit 2008 ist der Förderverein Eigentümer des Gebäudes und macht sich für die Sanierung stark.

Seitdem ging es mal in größeren und dann wieder in kleineren Schritten vorwärts. Zuletzt gab es eine längere Arbeitspause. Doch jetzt gehe man einen vergleichsweise riesigen Schritt voran, erklärt Klaus Ramus, Vorsitzender des Vereins. Denn für die Sanierung des Sauerbrunnens gibt es jetzt Geld aus dem Dorfentwicklungsprogramm des Landes.

Rund 27.500 Euro Fördergeld gibt es, insgesamt werde man rund 70.000 Euro investieren, erklärt Ramus. Ein Kraftakt für den Verein. „Es war uns klar, dass es noch mal viel Geld kosten wird“, sagt er und deutet auf das Dach des wertvollen Kulturdenkmals. Dort seien Balken morsch, das Dach vermoost und die Turmspitze müsse erneuert werden - nur zwei Punkte aus der Mängelliste, die Dachdecker, Zimmermänner, Maurer, Schreiner, Maler und Putzer in den nächsten Monaten in Angriff nehmen werden.

Alles laufe Hand in Hand, sagt Klaus Ramus und freut sich darüber, dass die Abstimmung mit der Denkmalpflege und dem Schwalm-Eder-Kreis gut geklappt habe. Überhaupt sei die Unterstützung für den Erhalt des Sauerbrunnens groß. Damit sei nicht nur die finanzielle Unterstützung gemeint. „Der Brunnen wird sehr gut angenommen. Oft füllen sich Leute Wasser ab und unsere Veranstaltungen sind immer gut besucht. Das ist für uns die größte Bestätigung“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, der 110 Mitglieder zählt.

Auch während der jetzt gestarteten Bauarbeiten soll der Brunnen die meiste Zeit zugänglich bleiben. Nur wenn es die Bauarbeiten nötig machen, werde der Brunnen vorübergehend geschlossen. Wann genau das sein wird, könne man nicht vorhersagen und hänge von den jeweiligen Arbeiten ab. „Es soll ja niemand in Gefahr gebracht werden“, sagt Ramus. Doch grundsätzlich sei der Zugang auch während der Bauarbeiten möglich.

Sind die Dachdecker-, Zimmer- und Putzarbeiten abgeschlossen, dann ist auch erst mal die Sanierung des Gebäudes beendet. Dann gehe es daran, die Schulden abzubezahlen. Doch trotz der großen Summe, die der Verein beisteuern muss, bereitet das Ramus derzeit nicht allzu große Sorgen: „Wenn unsere Feste weiterhin so gut besucht werden und uns die Menschen unterstützen, dann bekommen wir das hin“, sagt er.

Sollte es aber zu unliebsamen Überraschungen kommen und der Renovierung doch teurer als gedacht werden, dann werde man nicht umhinkommen, und eine Spendenaktion starten müssen. Doch auch was das angeht, ist Klaus Ramus ebenfalls zuversichtlich. Schließlich sei der Sauerbrunnen ein echter Anziehungspunkt mit Magnetwirkung. „Er ist es einfach wert, ihn zu erhalten.“

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