Schick für den Hessentag

Stadthalle, Sporthalle, Bürgerbüro: Viele Beschlüsse fallen in Fritzlar

Bei der Fritzlarer Stadtverordnetenversammlung wurden zahlreiche Beschlüsse gefasst: Unter anderem soll die Stadthalle saniert werden.
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Bei der Fritzlarer Stadtverordnetenversammlung wurden zahlreiche Beschlüsse gefasst: Unter anderem soll die Stadthalle saniert werden.

In Fritzlar wird derzeit ein Projekt nach dem anderen auf den Weg gebracht. Vor allem mit Blick auf den geplanten Hessentag 2024 soll in der Domstadt gebaut, saniert und gestaltet werden.

Fritzlar – Das Parlament hat daher bei seiner Sitzung am Donnerstag zahlreiche Beschlüsse einstimmig gefasst und über viele weitere Schritte beraten. Die Sanierung der Stadthalle und die Standortbestimmung einer Sporthalle sind dabei explizite Hessentagsinvestitionen.

Aber auch der barrierefreie Umbau des historischen Rathauses soll beim traditionellen Landesfest die Menschen in die Innenstadt locken.

Stadthalle

Nach knapp 40 Jahren soll es so weit sein: Die Stadthalle soll in neuem Glanz erstrahlen, da sind sich alle Fraktionen einig. Sie nahmen am Donnerstag die Machbarkeitsstudie eines Kasseler Architekten-Unternehmens zur Kenntnis, die vor allem die energetische Sanierung des städtischen Gebäudeteils vorsieht. Neue Fenster, ein modernes Foyer, ein attraktiver Eingang – „dort finden wesentliche Veranstaltungen des Hessentages statt“, betonte Bürgermeister Hartmut Spogat.

Besonders freuten sich die Fritzlarer Stadtverordneten über die Fördermöglichkeit des 3 Millionen Euro schweren Projekts über das EFRE-Programm (Europäische Fonds für regionale Entwicklung).

Die Hälfte der Kosten könnten so gedeckt werden. Zwischenzeitlich sei man vonseiten der Stadt und auch der Fraktionen enttäuscht gewesen, dass „so wenig Geld aus dem Hessentagstopf fließen sollte“, sagte Spogat. Der Rathauschef habe sich beim Ministerium mehrfach stark gemacht – die Fraktionen zeigten sich am Donnerstag dankbar.

Sporthalle

Es ist der nächste Knaller mit Blick auf das große Landesfest: Fritzlar soll eine Stadtsporthalle bekommen. In der Sitzung wurde zunächst nur über einen möglichen Standort gesprochen. Dieser soll nun oberhalb der König-Heinrich-Schule sein. Auch die Dreifeldhalle soll rund 3 Millionen Euro kosten. 2,7 Millionen Euro Förderung gibt es aus Bundesmitteln.

„Ich habe nachgezählt, es gibt 58 Sportvereine in der Domstadt. Es ist schön, ihnen mit diesem Projekt etwas zurückzugeben“, sagte Pascal Rohde von der CDU. Und auch die Koalition aus SPD, Freien Wählern und Grünen ist zufrieden: „Es ist noch kein allzu detailreicher Beschluss“, sagte Dr. Christoph Pohl (FW). Freude herrsche aber auch darüber, dass es einen weiteren Partner gibt, der den Standort beziehen möchte. Auf der verbleibenden Teilfläche plant der DRK-Kreisverband Schwalm-Eder eine neue Rettungswache. „Das stärkt unseren Hospitalstandort“, erklärte Christoph Pohl. Wie genau die Straßenanbindungen realisiert werden können, sei unter anderem noch mit Hessen Mobil zu klären.

Bürgerbüro

Die Abrissarbeiten sind bereits erfolgt, die Pläne werden immer konkreter: Die Konzeptstudie für den Bau des neuen Bürgerbüros im historischen Rathausgebäude mit direkter Anbindung an den Marktplatz hat die Parlamentarier regelrecht begeistert. Das Büro „Gerlach Architekten“ aus Fritzlar hatte die Pläne bereits im Ausschuss detailliert vorgestellt und ist auf Zustimmung gestoßen.

Es soll hell, offen und einladend werden in der neuen zentralen Anlaufstelle für Besucher und Einwohner. Vier Beratungsplätze, zwei Eingänge, die Tourist-Info am selben Ort. Wer künftig etwas Städtisches zu regeln hat, soll möglichst alles an Ort und Stelle vorfinden. Barrierefreiheit mit Blick auf den Bau von Aufzügen ist dabei eines der Kernstichworte bei dem Projekt, das in den ehemaligen Rolandstuben umgesetzt werden soll. Insgesamt belaufen sich die Kosten ebenfalls auf etwa 3 Millionen Euro. Das Bürgerbüro kann mit 60 bis 70 Prozent über das Programm „Lebendige Zentren“ gefördert werden. Nach dem Beschluss kann es nun in Richtung Bauantrag und erste Ausschreibungen gehen. (Daria Neu)

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