Fritzlar

Schiss statt Schuss: Vermeintliche Einschusslöcher an Hauswand sorgen für Unruhe

An der Wand eines Hauses in Ungedanken sind merkwürdige Flecken aufgetaucht. Die erste Sorge waren Einschusslöcher. Doch es ist nur Vogeldreck.
+
An der Wand eines Hauses in Ungedanken sind merkwürdige Flecken aufgetaucht. Die erste Sorge waren Einschusslöcher. Doch der Grund war deutlich harmloser. Wir haben die Stellen kenntlich gemacht.

Ein Mann allarmiert in Fritzlar die Polizei wegen Einschusslöchern an der Hauswand. Doch es die Polizei überführt einen tierischen Täter.

Fritzlar - Einen ordentlichen Schrecken hat in der vergangenen Woche ein Mann aus Ungedanken, einem Ortsteil von Fritzlar, bekommen, als er die Fassade der Garage seiner Firma sah. Zwei komische Flecken, die seiner Meinung nach aussahen wie Einschusslöcher, brachten ihn dazu, sich bei der Polizei zu melden.

Schließlich sei in der Vergangenheit bereits bei dem Mann eingebrochen worden. „Ich schließe nicht aus, dass es sich um einen politischen Hintergrund handelt“, sagte der Mann, der sich beruflich mit politischer Beratung beschäftigt.

Die Polizei bestätigte auf HNA-Anfrage zunächst, dass es sich laut aufgenommener Anzeige um zwei Einschusslöcher handeln müsste. Welche Schusswaffe benutzt wurde, könne man jedoch nicht sagen. Als möglichen Tatzeitraum nannte die Polizei den vergangenen Mittwoch, 30. Dezember, zwischen 11 und 13 Uhr. Entwarnend hieß es aber gleichzeitig, Schüsse auf Verkehrsschilder, Fensterscheiben und Ähnliches gebe es häufiger.

Einschusslöcher in Ungedanken: HNA-Fotograf wird vor Ort stutzig

Als sich der HNA-Fotograf dann allerdings selbst ein Bild vor Ort machen wollte, wurde er stutzig. Ein erneuter Anruf bei der Polizei schaffte Klarheit. Seinerzeit hatten sich die Beamten nach Angaben der Polizei selbst nur Fotos zeigen lassen, den Schaden auf 200 Euro geschätzt und die Ermittlungen aufgenommen.

Polizei nimmt Ermittlungen nach Einschusslöchern in Ungedanken auf

Als sie sich dann jedoch selbst vor Ort ein Bild vom Tatort machten, kam heraus: Es handelt sich bei den Flecken nicht um Einschusslöcher, sondern ganz offensichtlich um Vogelkot. Volker Schulz, Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder, bestätigt: „Die Kollegen haben die Anhaftung einer nicht näher bestimmhaften Substanz vorgefunden. Vermutlich wurde Vogelkot im Flug abgeworfen.“

Auch der Mann aus Ungedanken selbst sagte am Telefon: Es gebe Anlass zur Entwarnung. Er bestärkte die Annahme der Polizei am Telefon, indem er sich erinnerte, er habe an anderer Stelle seines Hauses ebenfalls vermehrt Vogeldreck mit einem Hochdruckreiniger von der Hauswand entfernen müssen. (Daria Neu)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.