Polizei kontrollierte 22 Fahrzeuge im Schwalm-Eder-Kreis 

Mit 0,7 Promille in Homberg unterwegs - Betrunkener Schulbusfahrer fristlos entlassen

Schwalm-Eder. Mit 0,7 Promille Alkohol im Blut hat ein 47-jähriger Busfahrer in Homberg Schüler chauffiert. Das teilt die Polizei mit.

Aktualisiert um 17.35 Uhr - Beamte des Regionalen Verkehrsdienstes und des Kontrolltrupps Nordhessen hatten am Dienstag Schulbusse in Melsungen, Fritzlar und Homberg kontrolliert. Dabei fiel um 7.15 Uhr in Homberg ein Busfahrer auf, dessen Atemluft deutlich nach Alkohol roch. Ein Alkotest ergab einen Wert von 0,7 Promille.

Die Polizei kontrolliere immer die Technik, die Papiere und den Fahrer, sagt Daniel. In diesem Fall sei der Fahrer tatsächlich wegen einer Alkoholfahne aufgefallen.

Dem 47-Jährigen wurde natürlich die Weiterfahrt untersagt. Die für den Schulbusverkehr zuständige Nahverkehrsgesellschaft Schwalm-Eder (NSE) war mit einem Mitarbeiter vor Ort. Beim Busunternehmer wurde ein Ersatzfahrer angefordert.

Der Schwalm-Eder-Kreis teilt mit, dass er das Ergebnis der Schulbuskontrolle mit Bestürzung zur Kenntnis genommen habe. Die DB-Regiobus-Mitte habe dem Landkreis zwischenzeitlich mitgeteilt, dass der Busfahrer vom Dienst freigestellt wurde und ihm durch das Busunternehmen die fristlose Kündigung ausgesprochen worden sei. Der Mann muss außerdem mit einem Bußgeld von mindestens 500 Euro, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg rechnen, heißt es von der Polizei.

Insgesamt wurden 22 Schulbusse kontrolliert, 14 Fahrzeuge wiesen geringfügige Mängel auf.

Hintergrund

Der Regionale Verkehrsdienst (RVD) kontrolliert mindestens einmal jährlich Schulbusse im Landkreis. Im Nachgang zu den Kontrollen findet laut Schwalm-Eder-Kreis eine Auswertung mit der Nahverkehrsgesellschaft Schwalm-Eder und dem RVD statt. Die Schulbusse seien aktuell in einem guten Zustand, berichtete Dirk Daniel vom RVD gegenüber der HNA. Der Landkreis geht davon aus, dass der alkoholisierte Fahrer ein Einzelfall sei und keine Wiederholung zu erwarten sei. Wer privat mit seinem Auto in eine Routinekontrolle gerät, hat bis zu einer Promillegrenze von 0,5 keine Konsequenzen zu befürchten. Zwischen 0,51 und 1,09 handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit – man gilt als angetrunken. Wer mit 1,1 oder mehr unterwegs ist, begeht eine Straftat. Der Führerschein wird sofort einbehalten.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

FritzlarMelsungenHomberg (Efze)