Zentrum in Fritzlar kostet 100.000 Euro

Corona-Impfung im Schwalm-Eder-Kreis: So läuft die Terminvergabe

Alles vorbereitet: Das Impfzentrum in Fritzlar steht – den Einsatzbefehl gibt das Land Hessen. Die derzeitigen Kosten von mehr als 100.000 Euro monatlich trägt das Land.
+
Alles vorbereitet: Das Impfzentrum in Fritzlar steht – den Einsatzbefehl gibt das Land Hessen. Die derzeitigen Kosten von mehr als 100.000 Euro monatlich trägt das Land.

Schwalm-Eder – Der Lockdown wird verlängert – auf einer schnellen Impfung ruhen alle Hoffnungen. Doch bei den Menschen in der Region gibt es viele Fragen – wie diese: Wer wird geimpft, wie erfährt man von seinem Termin und wo wird geimpft?

Terminvergabe

Mit der Aufnahme der Impfungen am 27. Dezember gehen viele Nachfragen nach Impfterminen bei der Kreisverwaltung ein. Das teilt der Landkreis auf Nachfrage mit. Der Landkreis sei jedoch der falsche Ansprechpartner. Die Impftermine werden zentral über das Anmeldemanagement des Landes Hessen vergeben. Zum 19. Januar werden von den 28 Impfzentren in Hessen zunächst sechs geöffnet. Für den Schwalm-Eder-Kreis ist dies das Impfzentrum in Kassel, Großsporthalle Auepark, Damaschkestraße 25. Frauen und Männer, die 80 Jahre oder älter sind, haben ab dem 12. Januar zwei Möglichkeiten, um einen Impftermin für das Regionale Impfzentrum in Kassel zu vereinbaren: • Telefonische Anmeldung über die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung mit der Nummer 116 117. • Per Onlineanmeldung auf der Webseite www.impfterminservice.de

Impfzentrum

Wann das Impfzentrum des Schwalm-Eder-Kreises in Fritzlar seine Arbeit aufnehmen wird, sei immer noch offen.

Über die Inbetriebnahme entscheidet das Land. Es wird einen Einsatzbefehl des Hessischen Ministeriums des Innern sowie des Ministeriums für Soziales und Integration geben.

Unterhaltkosten

Für das Impfzentrum entstehen unabhängig vom Betrieb monatliche Kosten für die Miete des Zelts und der Container in Höhe von 49 500 Euro, hinzukommen 11 000 Euro Heizkosten und 42 000 Euro für Wachpersonal. Die Kosten für Infrastruktur und ärztliches sowie medizinisches Personal trägt das Land, die Kosten für das Verwaltungspersonal tragen die Kommunen.

Rolle der Ärzte

Die Ärzte Elmar Holle und Susanne Schachtrupp bekommen in ihrer Hausarztpraxis in Melsungen immer wieder Anrufe von Patienten, die sich über die Impfung informieren wollen. „Es gibt Nachfragen und Anrufe zur Corona-Impfung. Die Leute warten ab, sind teilweise zurückhaltend. Nach einem Gespräch mit unseren Mitarbeitern fühlen sie sich aber meistens aufgeklärt“, sagt Schachtrupp. Vor allem Senioren seien interessiert an einer Impfung gegen das Coronavirus. Vieles bliebe aber offen, wie zum Beispiel die Frage nach der Priorisierung oder an wen ärztliche Nachweise über Vorerkrankungen gehen sollen. Für viele ältere Leute in der Region sei es zudem schwierig, den Weg zum Impfzentrum nach Fritzlar oder Kassel zu bestreiten.

Schachtrupp und ein Teil ihrer Mitarbeiter werden demnächst die Senioren und Pflegekräfte im Horst-Schmidt-Haus in Melsungen impfen. „Das Gesundheitsamt informiert die Heime über den Ablauf der Impfung und liefert den Impfstoff. Nach einem ärztlichen Vorgespräch wird dann geimpft“, erklärt Schachtrupp. Wenn Impfdosen übrig blieben, sollten diese für das Praxisteam verwendet werden. Das habe das Gesundheitsamt empfohlen, sagt Schachtrupp. (Damai D. Dewert Und Natascha Terjung)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.