Corona-Konform in luftiger Höhe

Tiger-Party in Fritzlar: Kampfhubschrauberregiment erreicht Meilenstein an Flugstunden

Kampfhubschrauber Tiger fliegen über den Bundeswehrstützpunkt in Fritzlar
+
Corona-Konforme Party: Tiger fliegen über Fritzlar - gefeiert werden 15.000 Flugstunden mit dem Kampfhubschrauber.

Großes Fest für die Bundeswehr in Fritzlar: Die 15.000. Flugstunde mit dem Kampfhubschrauber Tiger wurde erreicht.

  • Bundeswehr in Fritzlar: 15.000 Flugstunden mit dem Kampfhubschrauber absolviert.
  • Tiger-Party: Mit über 200 Kilometern pro Stunde durch die Luft.
  • Bei der großen Party gab es auch eine Beförderung.

Fritzlar – Für die Fritzlarer Bundeswehr war der Donnerstag (10.12.2020) ein ganz besonderer. Denn das Kampfhubschrauberregiment 36 „Kurhessen“ feierte seine 15.000. Tiger-Flugstunde.

Gewürdigt wurde diese Leistung draußen und unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln. Zur Feier des Tages fand trotz schlechten Wetters ein Überflug statt. Der Tiger ist ein hochgradig komplexer Hubschrauber. Wir geben einen Überblick in Zahlen.

Tiger-Party: Zum zweiten mal mit sechs Kampfhubschraubern

Erst 2 Mal ist es vorgekommen, dass sechs Tiger gemeinsam über die Domstadt geflogen sind. Das letzte Mal war dies beim Tag der Bundeswehr 2015 der Fall. „Es ist ein ganz besonderes Ereignis“, sagt Presseoffizierin Julia Ude.

Ganze 9 Jahre ist es her, dass die ersten drei Tiger in Fritzlar übernommen wurden. Zuvor waren die Piloten mit Panzerabwehrhubschraubern (BO 105) geflogen. „Über die Jahre sind natürlich weitere Tiger hinzugekommen“, sagt Ude. Das Regiment verfügt derzeit vor Ort über 22 Tiger-Hubschrauber. Seither hatte das Regiment Einsätze in Afghanistan und Mali.

Nach der Landung am Tiger: von links Brigadegeneral Andreas Pfeifer, Oberst Sönke Schmuck und Landrat Winfried Becker.

Party in der Luft: Tiger-Piloten feiern Corona-Konform

12 Uhr war es gestern etwa, als Oberst Sönke Schmuck, Kommandeur des Kampfhubschrauberregiments, und elf weitere Piloten mit ihren Tigern auf dem Flugplatz landeten. Zuvor hatten sie in Formation eine Runde über Fritzlar und die umliegenden Stadtteile gedreht.

Nach der Landung meldete Oberst Schmuck Brigadegeneral Andreas Pfeifer offiziell die 15.000. Flugstunde. Anschließend gab es noch eine Beförderung. Hauptmann Marcel Riedel wurde zum Major ernannt. 80 Arbeitsstunden müssen im Schnitt investiert werden, damit eine Flugstunde gewährleistet werden kann. Bei den Tiger-Flügen kam es in der Vergangenheit auch zu gefährlichen Situationen.

„Beim Tiger haben wir es mit einem der komplexesten Systeme zu tun, die es bei einem Hubschrauber gibt“, erklärt Oberstleutnant Lars Schmidt, Leiter des luftfahrzeugtechnischen Managements. Nach 400 Flugstunden steht bei jedem Tiger eine große Inspektion an. „Dabei rüsten wir den Hubschrauber im Grunde einmal komplett ab und bauen ihn wieder auf.“

Tiger auf der Überholspur: Bis zu 268 Kilometer in der Stunde sind möglich

Der Tiger sei nun einmal sehr wartungsintensiv. Darüber hinaus müssten regelmäßig beispielsweise Dichtungen ausgetauscht oder das Hauptgetriebe in einer Fachwerkstatt untersucht werden. Man versuche trotzdem immer, so viele Flugstunden, wie es eben geht, möglich zu machen.

„Das System ist allerdings störanfällig“, sagt Oberstleutnant Lars Schmidt. 268 Kilometer pro Stunde kann ein Tiger fliegen. Er kann dabei bis zu zweieinhalb Stunden in der Luft bleiben. Dabei kommt er bis zu 671 Kilometer weit. Eine große Stärke des Tigers ist, dass er so wendig ist.

1900 Flugstunden etwa hat allein Oberst Sönke Schmuck bereits in seinem Leben absolviert. „Die meisten davon bin ich aber nicht mit dem Tiger geflogen“, sagt der Kommandeur des Regiments. Bis ein Pilot an einem Einsatz teilnehmen darf, muss er übrigens mindestens 120 Flugstunden vorweisen. (Daria Neu)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.