Treffen im Backstagebereich

Sie sind da, wo Gil Ofarim ist: Fanclub „Streetteam“ bei Fritzlar „Vor dem Dom“

Durch das jubelnde Publikum gehen die Musiker Gil Ofarim (Mitte), Sebastian Gieck (links) und Stephan Zeh in Richtung Bühne.
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Durch das jubelnde Publikum auf die Bühne: Gil Ofarim (Mitte) mit seinen Musikern Sebastian Gieck (links) und Stephan Zeh.

Stundenlanges Warten und weites Reisen: Für den Fanclub „Gil Ofarim Streetteam“ ist kein Weg zu weit, um ihren Star live auf der Bühne zu sehen. So war es auch bei Fritzlar „Vor dem Dom“.

Fritzlar - Seit Stunden schon sitzen sie vor dem Dom in der prallen Sonne und lassen die beinahe tropischen Temperaturen über sich ergehen. „Nichts kann uns davon abhalten, einen Platz in der ersten Reihe zu bekommen“, sagt Nici Knappstein, die aus dem Sauerland nach Fritzlar gekommen ist, um ihrem Star ganz nah zu sein. Seit neun Jahren leitet sie das Gil Ofarim Streetteam, eine Art Fanclub, und begleitet den Sänger überall hin, wann immer es ihr möglich ist. So auch Tine Kirchner, Miriam Marczewska, Laura Gietzel und Nicole Imhof, die aus ganz Deutschland angereist sind und darauf warten, dass sich die Tore zur Open-Air-Arena am Dom öffnen.

Alles ist etwas anders als gewohnt. In Zeiten von Corona gilt es, Regeln zu befolgen, das sonst übliche Gerangel um die besten Plätze fällt aus. Dafür sorgt das Kultursommerteam, das dieses Konzertereignis mit Einbahnstraßenregelung, Desinfektionsstation und Bedacht auf Abstand zu den Sitzplätzen optimal vorbereitet hat. Sicherheitspersonal weist den Besuchern höflich, aber bestimmt die Plätze zu, auf denen sie ihre Klappstühle aufstellen dürfen. Nicht alle können es sich da gemütlich machen, wo sie wollen und tun ihren Unmut kund, beruhigen sich aber wieder, schließlich freuen sich alle, wieder in den Genuss von Live-Musik zu kommen.

Reisen ihrem Star hinterher, wann immer es ihre Zeit erlaubt: Laura Gietzel (von links), Miriam Marczewska, Nici Knappstein, Nicole Imhof und Tine Kirchner vom Gil-Ofarim-Streetteam.

Nici Knappstein und ihre Fanclique haben es nach ganz vorn geschafft. Die Freude steht ihnen ins Gesicht geschrieben, während sie die Kameras überprüfen und die Stimmen mit mitgebrachten Getränken ölen, bevor es losgeht mit der ersten von zwei Shows des Abends. Gil Ofarim wird von rund 180 Besuchern stürmisch begrüßt in der ausverkauften Open-Air-Arena. Die Stimmung ist ausgelassen, die Freude groß, sowohl Fans als auch Künstler genießen den musikalischen Streifzug durch fast drei Jahrzehnte Ofarim-Geschichte.

Der 37-Jährige stand schon als Kind auf der Bühne, wurde zum Teenie-Star und ist auch als Erwachsener aus dem Showspektakel nicht wegzudenken. Jüngst vor allem durch Fernsehformate wie „Let’s Dance“ oder „The Masked Singer“ aufgefallen, rückt die Musik wieder mehr in den Vordergrund. Alte Hits und frische Songs des neuen Albums „Alles auf Hoffnung“ werden mitgesungen, nur getanzt werden darf nicht. Wer es doch versucht, wird vom Sicherheitspersonal zurückgepfiffen, die Corona-Regeln wollen es so.

Nici Knappstein und ihren Freundinnen kann das die Laune nicht verderben, sie sind glückselig, Ofarim live erleben zu können. „Er ist einfach ein ganz besonderer Mensch“, schwärmt sie von dem Münchner, der sie für die Pause zum Besuch im Backstagebereich eingeladen hat. „Wir haben ihm ein Geburtstagsgeschenk gekauft, das bekommt er vorab, weil es sonst keine Gelegenheit mehr gibt, es zu überreichen“, so die 45-Jährige.

Wegen Corona muss sie das allein tun, nur Nicole darf mit und hält den Moment im Video fest. Ofarim gibt sich erfreut und herzlich, fast noch mehr als auf der Bühne, auf die es später zur zweiten Runde geht. Wieder umjubelt, wieder ausverkauft, für die Fans des Streetteams diesmal ohne Anstehen in der prallen Sonne. (zhf)

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