Kontaktnachverfolgung

Soldaten helfen in der Coronakrise: Fritzlarer Bundeswehr wird am Frankfurter Flughafen eingesetzt

Ein Soldat sitzt am Schreibtisch vor einem PC und greift zum Telefonhörer. Er trägt einen Mund-Nasen-Schutz.
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Soldaten der Bundeswehr Fritzlar helfen in Frankfurt bei der Kontaktnachverfolgung.

Das Fritzlarer Kampfhubschrauberregiment 36 unterstützt in der Kontaktnachverfolgung am Frankfurter Flughafen. Das teilte Oberstleutnant Remo Templin-Dahlenburg auf HNA-Nachfrage mit. Rund 30 Soldaten werden demnächst für vorerst zwei Wochen abkommandiert, um im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu helfen.

Fritzlar – Zu den ausgewählten Soldaten zählen unter anderem Vermelder und Kraftfahrer. „In Frankfurt unterstützen diejenigen, die nicht zu hundert Prozent für den Dienstbetrieb hier vor Ort erforderlich sind“, erklärt Templin-Dahlenburg. Auf einen Mechaniker, der am Tiger arbeitet, könne das Regiment nicht für zwei Wochen verzichten. Eine Gruppe von Soldaten, die sich vorsichtshalber bereit hält, um in der Coronakrise zu unterstützen, sei bereits im Frühjahr dieses Jahres zusammengestellt worden. Nun komme sie zum Einsatz.

An einer Teststation am Frankfurter Flughafen mitzuarbeiten, sei eine große Herausforderung, sagt Templin-Dahlenburg. „Die Kameraden sehen die Notwendigkeit zu helfen. Sie wollen eine Unterstützung sein.“ Dennoch sei diese Aufgabe selbstverständlich auch mit einer gewissen Angst verbunden. „Das ist ja nicht ganz ohne“, so der Oberstleutnant. In nationalen Katastrophensituationen einsatzbereit zu sein gehöre aber einfach dazu. „Das ist der Job.“

Vor Ort würden die Soldaten geschult. Schließlich müsse bei der Kontaktnachverfolgung einiges beachtet werden. Bereits jetzt sind Bundeswehrsoldaten aus anderen Regionen am Flughafen, die dann von den Fritzlarern abgelöst oder unterstützt werden.

Über die Möglichkeit, im Schwalm-Eder-Kreis Hilfe durch die Bundeswehr anzufordern, sei man dankbar, sagte kürzlich auch Gesundheitsdezernent Jürgen Kaufmann. Man werde aber so lange wie möglich versuchen, aus eigener Kraft die Kontaktpersonennachverfolgung zu organisieren, sagte er im HNA-Gespräch. „Wir wissen aber, dass diese Ressource endlich sein wird.“ Hilfsanforderungen schließe man nicht aus, hieß es auf Anfrage. (Daria Neu)

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