Wieder ausgelassen sein

Sommerspaß in Fritzlars Ederauen soll Familien etwas Normalität schenken

Freuen sich über den Sommerspaß in Fritzlar: von links Schausteller Dennis Ruppert, Marktmeister Dieter Decher und Bürgermeister Hartmut Spogat.
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Freuen sich über den Sommerspaß in Fritzlar: von links Schausteller Dennis Ruppert, Marktmeister Dieter Decher und Bürgermeister Hartmut Spogat.

Nun aber soll den Menschen – vor allem den Kindern – in der Domstadt endlich wieder etwas geboten werden. Bald startet deshalb der Fritzlarer Sommerspaß.

Fritzlar- Mit Absagen kennen sich Veranstalter seit Beginn der Coronakrise bestens aus. Auch die Fritzlarer mussten bereits zweimal schweren Herzens ihr beliebtes traditionelles Stadtfest, den Pferdemarkt absagen. Ausgelassenheit und Rummel? In Zeiten der Einschränkungen undenkbar. Nun aber soll den Menschen – vor allem auch den Kindern – in der Domstadt endlich wieder etwas geboten werden. Der Fritzlarer Sommerspaß soll Familien eine Abwechslung in der Sommerzeit bieten, erklärt Bürgermeister Hartmut Spogat. Das Angebot startet am kommenden Freitag ab 13 Uhr auf dem Festplatz in den Ederauen und soll bis Sonntagnacht, 29. August, laufen.

Ganz klar benennt Spogat: „Der Fritzlarer Sommerspaß soll kein Ersatz für den Pferdemarkt sein.“ Man wolle keine falschen Erwartungen wecken, der Pferdemarkt sei in seiner Gänze ohnehin nicht ersetzbar. Der Sommerspaß solle einfach ein kleiner Schritt in Richtung Normalität sein und das bieten, auf das die Menschen so lange verzichten mussten. Achterbahnen, Irrgärten, Musikexpress – all diese Dinge waren lange Tabu. Zehn Tage lang soll der Spaß nun im Vordergrund stehen. „Andere Städte haben ein solches Angebot auch schon umgesetzt. Wir wollten das in Fritzlar nun also auch ermöglichen.“ Bewusst sei der Zeitraum auf mehrere Tage ausgedehnt worden, um Besucherströme zu verteilen.

Beim Sommerspaß in Fritzlar gilt 3G-Regel

„Die Planung von Veranstaltungen bis 1500 Besuchern ist im Freien ohne weitere Genehmigung möglich“, sagt Spogat. Dennoch stehe der Gesundheitsschutz im Vordergrund. Ohnehin hätten viele Menschen noch etwas Angst, sich mit mehreren Personen zu treffen. Vorher habe man sich daher auch mit dem Schaustellerverband Kassel, der Polizei, den Rettungsdiensten, der Feuerwehr, dem Sicherheitsdienst und einem Sicherheitsberater genau besprochen.

Das Ergebnis: Wer nicht geimpft oder genesen ist, kann den Zugang nur über einen negativen Test erhalten. Es gibt in Fritzlar fünf Teststationen. Testpflicht gilt ab sechs Jahren. „Es wird eine Station am Eingang des Festplatzes geben“, so der Bürgermeister. Der Eintritt für Erwachsene liegt wegen des erhöhten Aufwandes bei einem Euro. Eine vorherige Online-Anmeldung ist nicht vorgesehen. Die Bitte, sich per Luca-App zu registrieren, gibt es nur in den zwei geplanten Biergärten vor Ort.

Selbstverständlich solle die Maskenpflicht dort gelten, wo der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden könne, sagt Spogat. Der gesamte Bereich ist eingezäunt und markiert. Auf dem Gelände gilt eine Einbahnstraßenregelung, um den Besucherverkehr zu entzerren.

Die Hauptparkmöglichkeit soll der Parkplatz „Auf der Schanze“ sein. Südlich der Eder sind keine Parkplätze vorgesehen. (Daria Neu)

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