Anwohnerin erstaunt – Stadt verspricht neue Geräte

Spielplatz in Fritzlar ist plötzlich leer

Zuvor standen hier zahlreiche Geräte: Nun ist der Spielplatz am Konradsweg in Fritzlar leer geräumt, damit Neues für die Kinder entstehen kann.
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Zuvor standen hier zahlreiche Geräte: Nun ist der Spielplatz am Konradsweg in Fritzlar leer geräumt, damit Neues für die Kinder entstehen kann.

Was jahrelang ein beliebter Treffpunkt für Kinder zum Spielen war, gleicht seit Kurzem einer Brachfläche. Carola Langenbein aus Fritzlar wundert sich: Auf dem Spielplatz am Konradsweg wurden alle Spielgeräte entfernt.

Fritzlar - Was nun mit dem leergeräumten Areal passieren soll, sei ihr und anderen Anwohnern unklar. Die Stadt habe vor Ort keine schriftliche Information darüber hinterlassen.

Eine HNA-Anfrage bringt jedoch Licht ins Dunkel. Bürgermeister Hartmut Spogat erklärt: Auf keinen Fall bleibe die Fläche so trist, wie sie gerade ist. Vielmehr soll eine Verbesserung für die Kinder her. „Bei den routinemäßigen Überprüfungen der Spielgeräte wurde festgestellt, dass sich teilweise erhebliche faule Stellen gebildet haben“, erklärt der Bürgermeister. Wegen einer möglichen Gefahr für spielende Kinder seien die defekten Geräte daher umgehend abgebaut worden.

Spielturm, Schaukeln, Federwippe und Kletterwand

„Eine Reparatur dieser Geräte wäre unwirtschaftlich, deshalb haben wir ein Ersatzgerät beschafft“, sagt Spogat. Dies sei aus der Erfahrung auf anderen Spielplätzen bekannt und beliebt – ein Renner bei den Kindern sozusagen. Angeschafft wird ein Spielturm mit Podest und Rutschstange, Schaukelgestell, Kleinkindschaukel, Federwippe und Kletterwand. Außerdem soll es zwei Ersatzbänke für Begleitpersonen geben.

„In anderen Bezirken der Kernstadt und auch aus den Stadtteilen wissen wir, dass zunächst die umfangreichen Erd- und Tiefbauarbeiten für die Fundamente sehr befremdlich wirken“, sagt Spogat und reagiert damit auf die Fragen, die sich der eine oder andere Anwohner vermutlich auch am Konradsweg gestellt haben dürfte.

25 000 Euro für neue Spielgeräte

Aber die Mitarbeiter des Bauhofes seien wahre Könner bei der Umgestaltung der Spielplätze, so der Bürgermeister weiter. „Sie erhalten im Nachhinein großes Lob und Anerkennung von den Familien.“ Wenn dann der Grassamen im Frühjahr aufgehe, es wieder schön grün werde, entschädige der Spielspaß der Kinder für die kurze Baupause. Laut Spogat wird das Spielgerät mit Aufstellung insgesamt etwa 25 000 Euro kosten.

Carola Langenbein hatte sich bereits zuvor gedacht, dass der Spielplatz wahrscheinlich erneuert werden soll. Dies sei auch sehr wichtig: „Am Vormittag bevor der Bauhof in der vergangenen Woche angerückt ist, waren noch zahlreiche Kinder zum Spielen dort.“ Der Platz sei seit Jahrzehnten beliebt.

Trotzdem halte die Anwohnerin es für „äußerst unsensibel“, nicht mit einem Aushang auf die folgenden Arbeiten hinzuweisen. Gerade in Coronazeiten sei das Spielen an der frischen Luft die einzige Möglichkeit, die den Jüngsten noch bliebe. Da hätte sie sich gewünscht, dass die Menschen, die den Spielplatz oft besuchen, zumindest durch einen Hinweis in die Pläne seitens der Stadt eingeweiht worden wären. (Daria Neu)

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