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Spitzengasse in Fritzlar wegen Baumaßnahmen vorerst gesperrt

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Von: Daniel Seeger

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Auf unserem Bild zu sehen sind von links Bauleiter Bernd Göbel, Bürgermeister Hartmut Spogat und Raphael Matthäi, der im Bauamt für das Projekt zuständig ist.
Aus Gründen der Statik stützen derzeit große Holzstämme das Gebäude. Auf unserem Bild zu sehen sind von links Bauleiter Bernd Göbel, Bürgermeister Hartmut Spogat und Raphael Matthäi, der im Bauamt für das Projekt zuständig ist. © Seeger, Daniel

Kein Durchkommen ist derzeit in der Spitzengasse in Fritzlar. Der Grund: Das alte Fachwerkgebäude, in dem sich früher die Gaststätte Roland-Stuben befand, wird aktuell saniert.

Fritzlar – Kein Durchkommen ist derzeit in der Spitzengasse in Fritzlar. Der Grund: Das alte Fachwerkgebäude, in dem sich früher die Gaststätte Roland-Stuben befand, wird aktuell saniert. Dicke Baumstämme stehen derzeit an das Haus angelehnt. Denn wegen der Bauarbeiten muss das alte Fachwerk gestützt werden.

Das sei bei Bauarbeiten an Fachwerkgebäuden üblich, sagt Bauleiter Bernd Göbel, der das Projekt für das Architekturbüro Gerlach betreut. „Beim derzeitigen Holzmangel war es gar nicht so einfach, die passenden Stämme zu organisieren.“ Die Stämme stehen auf dicken Balken, um die Last zu verteilen. Denn unter dem Gebäude befindet sich, wie an diesem Standort üblich, ein Gewölbekeller. Derzeit seien die Arbeiten im Inneren des Hauses in vollem Gange, es werde am Fachwerk gearbeitet. Im Gebäude selbst habe man es teils mit Höhenunterschieden auf ein und derselben Etage zu tun.

Tourist-Info zieht vom Spitzenhäuschen in das sanierte Fachwerkhaus

Künftig sollen in dem Komplex das Bürgerbüro und die Tourist-Info einziehen. Die ist noch im Spitzenhäuschen an der Straßenecke Zwischen den Krämen/Spitzengasse untergebracht. Doch dieses Gebäude sei viel zu klein, sagt Bürgermeister Hartmut Spogat. „In guten Zeiten können da auch mal bis zu 100 Menschen vor dem Gebäude stehen“, aber in die aktuellen Räume der Tourist-Info passen nicht mehr als eine Handvoll Besucher.

Das neue Bürgerbüro soll drei Beratungsräume sowie zusätzlichen Platz zur Sachbearbeitung erhalten. Außerdem werden zwei Wohnungen im zweiten und dritten Obergeschoss entstehen.

Besuch auf der Baustelle: von links Bürgermeister Harmut Spogat, Raphael Matthäi (Bauamt) und Bauleiter Bernd Göbel (Gerlach Architekten).
Besuch auf der Baustelle: von links Bürgermeister Harmut Spogat, Raphael Matthäi (Bauamt) und Bauleiter Bernd Göbel (Gerlach Architekten). © Daniel Seeger

Beim Gang über die Baustelle wird schnell klar: Hier ist noch viel zu tun. „Ein großes Problem des Gebäudes war an einigen Stellen die Feuchtigkeit“, sagt Bauleiter Bernd Göbel. Daher musste teilweise die alte Ausfachung entfernt werden und auch die Holzbalken erneuert werden. Anfang 2018 hatte die Stadt Fritzlar das Haus aus einer Zwangsversteigerung erworben, sie war der einzige Bieter.

Im Anschluss an die Arbeiten soll noch ein weiteres Haus in der Spitzengasse saniert werden. Die Sperrung wird also noch eine Weile bestehen bleiben. Fertig könnte das Bauprojekt der Stadt im Sommer 2024 sein, nach „vorsichtig optimistischer Einschätzung“, wie Bürgermeister Hartmut Spogat sagt.

Barrierefreier Zugang vom Dr.-Jestädt-Platz und vom Marktplatz

Einen barrierefreien Zugang zu Verwaltung und Tourist-Info wird es dann vom Dr.-Jestädt-Platz und vom Marktplatz aus geben. Durch einen Aufzug wird künftig auch das Rathaus mit Rathaussaal komplett barrierefrei zugänglich sein. Das sei auch wegen Veranstaltungen im Rathaussaal von hoher Bedeutung, sagt der Bürgermeister.

Rund fünf Millionen Euro wird der Umbau insgesamt kosten. Ursprünglich hatte die Stadt laut Bürgermeister mit 3,7 Millionen Euro gerechnet. Der städtische Anteil liegt nun bei 1,7 Millionen Euro, die restlichen 3,3 Millionen stellt das Land Hessen über das Förderprogramm Lebendige Zentren bereit. (Daniel Seeger)

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