Messezelt kommt an die Georg-Friedrich-Kaserne in Fritzlar

Standort für Impfzentrum des Schwalm-Eder-Kreises steht fest

Impfzentrum des Schwalm-Eder-Kreises kommt auf das Gelände der Georg-Friedrich-Kaserne in Fritzlar
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Impfen will gekonnt sein: Für das geplante Impfzentrum in Fritzlar sucht die Kreisverwaltung dringend medizinisches Personal.

Schwalm-Eder – Das Impfzentrum des Landkreises kommt in die Georg-Friedrich-Kaserne in Fritzlar. Das teilte die Kreisverwaltung am Freitagmittag mit. Das zentrale Impfzentrum für die Einwohner des Schwalm-Eder-Kreises wird in einem Messezelt auf dem Gelände der Kaserne untergebracht.

Mit Hochdruck wird seit Ausbruch der Corona-Pandemie an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Sars-CoV-2-Virus gearbeitet. In wenigen Wochen soll der erste Impfstoff gegen das Virus auch in Deutschland zugelassen werden. Aus diesem Grund hat die hessische Landesregierung einen Fahrplan für eine groß angelegte Impfaktion entwickelt und am Anfang der Woche vorgestellt. Mit dem Einsatzbefehl des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) und des Ministeriums des Innern und für Sport (HMdIS) wurden am Montag die kreisfreien Städte und Landkreise mit der Errichtung von Impfzentren beauftragt. Bis zum 11. Dezember sollen die Impfzentren betriebsfertig sein – zusätzlich muss ein mobiles Impfteam aufgestellt sein.

„Die wichtigste Frage nach einem geeigneten Standort ist für uns entschieden“, sagt Landrat Winfried Becker. Das Impfzentrum komme auf den Parkplatz gegenüber der Zufahrt zum Kasernengelände. „Nachdem wir binnen kürzester Zeit verschiedene Standorte, die für ein solches Zentrum in Frage kommen-gekommen wären, innerhalb des Krisenstabes analysiert haben, hat sich schnell der Standort in Fritzlar als die beste Option herauskristallisiert“, sagt Becker. Man sei froh, dass Oberst Sönke Schmuck vom Kampfhubschrauberregiment 36 sofort seine Mithilfe signalisiert habe. Er stelle den nötigen Platz für das Messezelt sowie ein zusätzlich angrenzendes Verwaltungsgebäude für alle administrativen Aufgaben zur Verfügung.

Die Vorarbeiten für die Infrastruktur des Zentrums, dabei vor allem auch die digitale Infrastruktur des Impfzentrums, sind in vollem Gange.

Ab voraussichtlich Mitte Dezember soll mit der Impfung besonders gefährdeter Gruppen begonnen werden, sagt Winfried Becker.

Der Standort für das Impfzentrum des Schwalm-Eder-Kreises ist gefunden. Etwas Elementares fehlt aber dennoch: mehr Personal für den Betrieb. „Neben der Infrastruktur benötigen wir zudem zusätzliches Personal. Unser Gesundheitsamt, das bereits jetzt mit der Bekämpfung der Pandemie voll ausgelastet ist, kann dies unmöglich alleine stemmen“, sagt Landrat Winfried Becker.

Die Kreisverwaltung wird daher in den kommenden Tagen über alle Kanäle versuchen, geeignetes Personal zu finden.

Dazu der Vizelandrat und Gesundheitsdezernent Jürgen Kaufmann: „Wir sind auf die Mithilfe vieler Menschen im Schwalm-Eder-Kreis angewiesen. Besonders dringend benötigen wir Personal aus den verschiedenen medizinischen Bereichen. Neben Ärzten, Medizinisch-technischen-Assistenten sowie Pharmazeutisch-technischen-Assistenten benötigen wir auch Apotheker.“ Kaufmann appelliert an diese Berufsgruppen, sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen und zu helfen.

Um zusätzliches Personal zu gewinnen, wird es in der kommenden Woche einen Aufruf in den lokalen Printmedien geben. In diesem wird noch einmal im Detail beschrieben, welche Berufsgruppen speziell gesucht werden und wer in der Kreisverwaltung Ansprechpartner ist, um sich zu melden.

Auf der Internetseite des Landkreises sind bereits seit heute Informationen eingestellt. Selbstverständlich sei, dass diese zusätzlichen Dienste finanziell honoriert werden, sagt Kaufmann.

Kontakt: über die Internetseite: schwalm-eder-kreis.de (Damai D. Dewert)

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