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Tankrabatt-Ende: „Viele haben noch mal vollgetankt“

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Von: Christina Zapf, Peter Zerhau, Cora Zinn

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Es wird teurer: Andreas Müller vor der SB-Tankstelle am Fritzlarer Kreisel.
Es wird teurer: Andreas Müller von der SB-Tankstelle am Fritzlarer Kreisel sagte, dass gestern einige Kunden das Auto noch mal vollgetankt hätten. © Peter Zerhau

Der Tankrabatt ist nun Geschichte. In Folge werden die Kraftstoffpreise wieder steigen. Wir haben uns bei einigen Tankstellen im Kreisteil Fritzlar-Homberg umgehört.

Fritzlar-Homberg – Der Tankrabatt ist seit heute Geschichte: Jetzt drohen heftige Preissprünge an den Zapfsäulen. Denn sollte der Preisabschlag des Tankrabatts direkt am heutigen Septemberanfang an der Zapfsäule voll zurückgefahren werden, werden Kraftstoffe für die Autofahrerinnen und Autofahrer schlagartig teurer.

Wir haben uns bei Tankstellenbetreibern im Kreisteil Fritzlar-Homberg umgehört, wie die Kunden auf das Ende des Tankrabatts reagiert haben.

In den vergangenen Wochen waren die Spritpreise nach einem Tiefstand Anfang August wieder deutlich geklettert, sagt Tankstellenpächter Andreas Müller von der SB-Tankstelle am Fritzlarer Kreisel. Am Sonntag, so Müller, lag der Preis für einen Liter Diesel bei 1,86 Euro, gestern bereits bei 2,03 Euro. Getankt wurde auch wieder mehr, hat er beobachtet. Allerdings sei der Grund dafür vermutlich das nahende Ende der Schulferien.

„Viele sind schon aus dem Urlaub zurück“, so Müllern. Dennoch sei die drohende Erhöhung der Preise auch ein Grund für viele Autofahrer, ihren Wagen noch einmal schnell vollzutanken. „Die Zeit für den Tankrabatt war clever gewählt, da viele Leute im Urlaub waren“, sagt Andreas Müller.

Ende von Tankrabatt: Umfrage bei Tankstellen im Kreisteil Fritzlar-Homberg

Isidora Schöneweiß von der Star-Tankstelle in der Fritzlarer Innenstadt hat in den vergangenen Tagen ebenfalls schon einen leichten Anstieg der Preise beobachtet. Auch sie verzeichnete wieder mehr Kunden.

An der Tankstelle Grebe im Gudensberger Stadtteil Deute hätten die Kunden in den vergangenen zwei Tagen noch mal vollgetankt, sagt eine Mitarbeiterin. „Unsere Kunden müssen ja tanken. Sie brauchen Kraftstoff, um an die Arbeit zu kommen.“

Dirk Lassen-Beck, Geschäftsführer der Firma Albert Beck, die unter anderem eine Tankstelle in Kerstenhausen betreibt, sieht dem Ende des Tankrabatts entspannt entgegen: „Es ist wie ein langer Samstagabend vor Weihnachten im Kaufhaus“, sagt er. An seinen Tankstellen gebe es eine verstärkte Kundenfrequenz. Am vergangenen Wochenende sei, was die Spritmenge angehe, überdurchschnittlich viel getankt worden. Und das obwohl die Preise bereits Ende August kräftig anstiegen.

„Warum das so war, kann ich nicht sagen“, sagt Lassen-Beck. „Die Öl-Preise gehen ohne Sinn und Verstand hoch und runter“, sagt er. Mit viel Betrieb rechnete er auch gestern Abend – zum Ende des Tankrabatts: „Der Nordhesse ist ein Feierabendtanker.“

Für die ersten Septembertage rechnet Lassen-Beck nun auch mit einem Preisanstieg an den Zapfsäulen. Eben weil der Kraftstoff jetzt wieder ohne Tankrabatt gekauft werden müsse. (Peter Zerhau, Cora Zinn und Christina Zapf)

Der Tankrabatt

Der Tankrabatt galt vom 1. Juni bis zum 31. August. Er sollte Bürger an der Zapfsäule finanziell entlasten. Durch den russischen Überfall auf die Ukraine im Feburar 2022 stiegen Kraftstoffpreise erheblich. Der Tankrabatt gehörte zum zweiten Entlastungspaket, auf das sich die Bundesregierung Ende März geeinigt hatte und zu der auch das 9-Euro-Ticket gehörte. Ab dem heutigen 1. September werden die Kraftstoffpreise in Deutschland wieder steigen. Inwiefern die Preise explodieren werden, ist nicht absehbar. (czn)

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