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Tiger-Kampfhubschrauber dürfen nach Unglück in Mali wieder abheben

Ein Kampfhubschrauber Tiger steht in Gao im afrikanischen Mali auf dem Flugplatz. Nach dem Unglück Ende Juli durften die Maschinen zunächst nicht mehr fliegen. Erst jetzt wurde das Verbot aufgehoben.

Fritzlar/Gao. Nach dem Absturz eines Tiger-Kampfhubschraubers in Mali dürfen die Helikopter wieder starten. Bei dem Unglück vor zwei Monaten waren zwei Soldaten aus dem Schwalm-Eder-Kreis gestorben.

Die Bundeswehr gab den Flugbetrieb für die drei verbliebenen Kampfhubschrauber in dem westafrikanischen Land wieder frei, berichtet der verteidigungspolitische Blog "Augen geradeaus!". Allerdings gebe es Auflagen für das Fliegen mit Autopilot. 

Am Freitag unterrichtete das Verteidigungsministerium den Bundestag über die Entscheidung.

Bei dem Unglück Ende Juli waren Jan F. (33) aus Neuental und Thomas M. (47) aus Gudensberg ums Leben bekommen. Die beiden Offiziere des Kampfhubschrauberregiments 36 aus Fritzlar starben, als ihr durch den Autopiloten gesteuerter Tiger-Hubschrauber während der Beobachtung von Kampfhandlungen am Boden abstürzte. Die Ursache für den Absturz ist weiter nicht abschließend geklärt.

Laut Spiegel Online habe die Untersuchungen an dem komplett ausgebrannten Wrack des Tiger-Helikopters keine Hinweise auf einen Materialfehler an den wesentlichen Bauteilen ergeben. Daher sei dies als Ursache auszuschließen. Dafür habe die Auswertung der Flugdaten eine ungewöhnliche Abweichung im Vergleich zu den anderen Hubschraubern des gleichen Typs ergeben: Demnach hatte der Autopilot die Rotoren zum Erreichen der eingestellten Geschwindigkeit von etwa 250 Stundenkilometern anders als normal angestellt, schreibt Spiegel Online. So deute immer mehr auf einen Fehler des Autopiloten hin. Noch sind die Ermittlungen zur Unfallursache aber nicht abgeschlossen.

Der Einsatz in Mali

Die Kampfhubschrauber aus Fritzlar waren im März in den Mali-Einsatz gestartet. Der Bundestag hatte im Januar beschlossen, den deutschen Einsatz in dem westafrikanischen Land auszuweiten. Demnach können sich bis zu 1000 deutsche Soldaten am etwa 15.000 Soldaten und Polizisten umfassenden UN-Einsatz Minusma beteiligen. Aufgabe ist die Überwachung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und den Rebellen. Diese Mission gilt als derzeit wohl gefährlichste der Bundeswehr.

Zuletzt hatte es in Mali einen Zwischenfall mit einem NH90-Transporthubschrauber gegeben. Auf dem Flugfeld im deutschen Feldlager in Gao fiel beim Abheben ein Triebwerk des Helikopters aus. Die Maschine musste notlanden. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

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