„Titelverteidigung sollte unser Ziel sein“

Interview mit Fritzlars Kapitänin Melina Horn über die Meisterfeier, Hierarchien und fehlende Literaturkenntnis

Fritzlar. Bereits einen Spieltag vor Schluss ist Fritzlar Meister der 3. Handball-Liga Ost. Mit Kapitänin Melina Horn sprachen wir über eine geschichtsträchtige Saison der Domstädterinnen.

Melina Horn, wie lange ging denn die Meisterfeier am Sonntagabend und wer hat sich als Feierbiest entpuppt?

Melina Horn: Gute Frage. Die Party ging auf jeden Fall bis ein Uhr nachts. Lena Dietrich war unser DJ und hat Ballermann-Hits aufgelegt. Unser Feierbiest war Hanna Puntschuh.

Fritzlar ist zum ersten Mal Meister in der 3. Liga geworden. Was ist der Titel wert, wenn der Aufstieg nicht in Anspruch genommen wird?

Horn: Jetzt wollen wir den Aufschwung erstmal mitnehmen. Wir wollen ja schon in der 2. Liga spielen, aber eben nicht als Fahrstuhlmannschaft. Jetzt hat der Vorstand aber genügend Zeit, um die Rahmenbedingungen zu schaffen. Und dann müssen wir als Mannschaft in der nächsten Saison nochmal liefern.

Ist es nicht auch ein persönliches Ziel von Ihnen, in der 2. Liga zu spielen?

Horn: Auf jeden Fall. Als junge Spielerin habe ich schonmal dort gespielt und das war einfach eine coole Zeit.

Sie sind Kapitänin in Fritzlar, spielen Ihre fünfte Saison in der Domstadt. Was lief in dieser Serie anders?

Horn: Ganz wichtig war unsere Heimstärke. Ich hatte nie das Gefühl, dass zuhause etwas anbrennt. Dazu kam unsere mannschaftliche Geschlossenheit.

Die Mannschaft hat vor der Serie viel Erfahrung verloren. Inwiefern hat sich das auf die Hierarchie ausgewirkt?

Horn: Schon deutlich. Wir haben ja unsere Wortführerinnen verloren. In der Hierarchie sind Johanna Fischer, Hanna Puntschuh und auch ich nach oben gerückt.

In dieser Saison gab es ziemlich weite Auswärtsfahrten. An welche Hin- oder Rückfahrt erinnern Sie sich besonders gerne?

Horn: Das hat kurioserweise mit mir zu tun. Wir kamen auf dem Weg nach Frankfurt/Oder durch Berlin und fuhren über die Karl-Marx-Straße. Das sagte ich, das ist doch der von Winnetou. Naja, den Spruch werde ich jetzt nicht mehr los.

Sie haben eine Fahrgemeinschaft mit Lena Dietrich, Hanna Puntschuh und Viktoria Marquardt. Wer darf auf gar keinen Fall das Radio bedienen?

Horn: Linksaußen Lena Dietrich. Obwohl sie noch so jung ist, hört sie viel Musik aus den 90er Jahren. Mit Blümchen und den Spice Girls. Das geht mal so gar nicht.

Wie wollen Sie denn den Meistertitel noch toppen in der nächsten Saison?

Horn: Auswärts müssen wir souveräner auftreten und im Angriff noch torgefährlicher werden. Und dann sollte die Titelverteidigung in der 3. Liga unser Ziel sein.

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