Reise nach Äthiopien und Sambia

Eine Tour mit Tücken: Global-Care besuchte Hilfsprojekte in Afrika

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Sauberes Wasser: Das Kinderhilfswerk Global-Care hat auch einen Brunnen in Simonga im afrikanischen Sambia besucht. Die Bewohner erhalten dort das ganze Jahr über Wasser. 

Fritzlar. Beate Tohmé reiste mitten ins Chaos. Wenige Stunden, bevor sie in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba landete, war dort der Ausnahmezustand verhängt worden.

„Auf einmal war alles anders als gedacht“, blickt die Geschäftsführerin des Kinderhilfswerk Global-Care zurück. Für ihre Reise nach Äthiopien und Sambia hatte sie sich einiges vorgenommen. „Wir haben wenig Zeit und wollen ganz viel erledigen, das ist immer so“, erklärt Tohmé.

Doch am ersten Tag ging nichts mehr. Der Projektleiter vor Ort wollte die Delegation abholen, Demonstranten versperrten jedoch den Weg. Mit einer Rikscha ging es ins Hotel. „Wir saßen fest“, sagt Tohmé. Am zweiten Tag wurden politische Gefangene freigelassen, die Situation entspannte sich, Tohmé konnte los.

Gespräch mit dem Klassenbesten: Geschäftsführerin Beate Tohmé besuchte Kamal im Bezirk Jarar.

Eine Station war der Bezirk Jarar, eine muslimisch geprägte Region. Tohmé besuchte drei Schulen, die von Global-Care mit Schulmaterialien und Sportgeräten unterstützt werden. Ihr Fazit: Es gehen mehr Mädchen und Jungen zur Schule und sie gehen regelmäßiger. „Es schlummert Potenzial in allen Kindern“, sagt Tohmé. „Wir wollen ihnen Chancen geben, auch wenn es ein begrenzter Umfang ist.“ 

Der Ausnahmezustand hielt an, das Benzin war knapp. „Aber wir wollten es wagen, nach Bishoftu zu fahren. Ich wollte unbedingt die Auszubildenden und Patenkinder treffen“, erklärt Beate Tohmé. Es hat geklappt. Als Tohmé die drei Patenkinder getroffen hat, war es schon dunkel. Das Ausbildungszentrum wurde 2010 eröffnet. 75 junge Menschen werden im Hotelservice, in der Küche und im Maurerhandwerk ausgebildet.

Computer-Raum und Trinkwasserversorgung

Eine große Einweihungsfeier gab es beim Besuch in Sambia. 1342 Schüler vom Kindergarten bis zur 12. Klasse besuchen die Schule in Mukuni. Global-Care hat einen Computer-Raum ausgestattet und drei Appartements für Lehrer gebaut. „Die Lehrer mussten zuvor pendeln und waren unregelmäßig da“, erklärt die Geschäftsführerin.

Zur Arbeit von Global-Care in Sambia gehört auch die Trinkwasserversorgung. Das Kinderhilfswerk baut mit finanzieller Unterstützung des Bundesentwicklungsministeriums Brunnen, schult die Bewohner in Hygiene, Wartung und Reparatur. „Es ist die Herausforderung, dass es auch langfristig läuft“, so Tohmé. Sechs weitere Brunnen sind in Kafue geplant. „Der Bedarf ist groß“.

Spendenkonto: KSK Schwalm-Eder, IBAN DE16520521540120000120, Verwendungszweck: 8000-010 Katastrophenhilfe

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