Ende der Kreuzfahrt in Barbados

Traumreise durch die Karibik - nach zwölf Tagen war Schluss

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Traumschiff: Karl-Martin Gabbey vom Tui-Reisecenter in Borken zeigt ein ähnliches Schiff, wie das, auf dem seine Kunden in der Karibik unterwegs waren. Die Reise wurde aber vorzeitig abgebrochen. 

Es war eine Traumreise, auf die sich Klaus und Martina aus Fritzlar seit Monaten gefreut haben.

Doch die 24-tägige Kreuzfahrt zu den schönsten Inseln der Karibik nahm ein jähes Ende. Nach zwölf Tagen ging es vorzeitig mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland. Der Grund: das Coronavirus.

Voller Vorfreude starteten die beiden Fritzlarer am 8. März von Frankfurt nach Jamaika. Nach elf Stunden Flug landeten sie in Montego Bay. Für einen Tag ging es an Bord der Aida Luna. Nach einem Tag auf See erreichten die Beiden am 10. März Costa Rica, wo unter anderem ein Landgang anstand. Vor dem Landgang am nächsten Tag in Panama, hatten die örtlichen Behörden angeordnet, bei den Passagieren Fieber zu messen – alle waren ohne Befund.

Traumreise Karibik: Schiff darf nicht anlegen

Der 12. März läutete dann die Wende ein: Das Schiff durfte nicht anlegen und der Landgang der Kreuzfahrer fiel ins Wasser. Zugleich gab Aida bekannt, dass alle Schiffsreisen eingestellt werden. Da ahnten das Paar, dass ihnen Probleme bei er Heimreise bevorstehen würden.

Doch zunächst nahm die Aida Luna Kurs auf die Dominikanische Republik. Dort kam das Schiff am 14. März an. Und für 1200 Passagiere war die Reise planmäßig zu Ende. Per Bus ging es zum Flughafen und dann nach Hause. Der Rest der Urlauber blieb an Bord, denn für sie ging die Transatlantikreise weiter. Da der Hafen in der Dominikanischen Republik inzwischen ebenfalls geschlossen war, nahm das Schiff Fahrt auf in Richtung Barbados. Dort lagen jedoch inzwischen zehn Schiff vor Anker, die allesamt ihre Passagiere loswerden wollten, wie Martina erzählte. Am Abend gab es dann die gute Nachricht, dass es einen Transfer zum Flughafen Brigdestone geben sollte. Und so war es dann auch: Von dort aus ging es schließlich zwölf Tage früher im Direktflug nach Frankfurt, wo die beiden am folgenden Tag völlig ermattet landeten. Letztendlich waren sie froh, wieder in Deutschland zu sein. Der Transfer zurück nach Fritzlar war dann nur noch Formsache.

Traumreise Karibik: Besatzung stand zum Abschied Spalier

Im Rückblick sagen die beiden Urlauber, dass der Aida-Service sehr gut war. „Wir fühlten uns an Bord bestens aufgehoben“, sagen sie. Trotz der schwierigen Lage habe man sich sehr viel Mühe gegeben, die Passagiere auf dem Laufenden zu halten. Und in Barbados habe der Kapitän der Aida-Luna alle Passagiere persönlich verabschiedet. Dabei stand die Besatzung Spalier. „Das war für uns ein Gänsehautmoment“, sagen Klaus und Martina. Ihnen wurde nun wegen der verkürzten Urlaubsreise auch eine anteilsmäßige Entschädigung von Aida in Aussicht gestellt, wie die beiden sagen. Aber trotz des schnellen Endes und des Wirrwarrs, sie wollen wieder zu einer Kreuzfahrt aufbrechen – sobald sich die Corona-Wogen geglättet haben.

Und auch wenn die Traumreise nicht das erhoffte Ende hatte, ist das Paar froh, dass alle Passagiere gesund und munter von Bord gingen. „Niemand musste in Quarantäne gehen“, betonen sie.

Kreuzfahrt: Viele Kunden saßen in Häfen fest

Nicht so glimpfliche lief es nach Angaben von Karl-Martin Gabbey vom Tui-Reisecenter in Borken für andere Reisende ab. So saßen viele seiner Kreuzfahrtkunden in verschiedenen Häfen der Welt fest. Ein Teil wurde nach Hause geflogen, doch andere warten noch immer auf die Rückreise. Während 62 Kunden des Borkener Reisebüros aus elf Ländern in verschiedenen Rückholaktionen nach Hause geholte wurden, sitzen drei Kunden in Mittelamerika und einer in Asien fest.

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