Vier spezielle Filme im Fritzlarer Cine-Royal 

Unterricht im Kinosaal: Schulkino-Wochen im März

Er hat viele Menschen bewegt: Der Film „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ (Szene mit Ansel Elgort, links und Shailene Woodley) lief im vergangenen Jahr lange in den Kinos. Foto:  dpa

Fritzlar/Homberg. Auf ins Kino heißt es im März wieder für viele Schulklassen - wenn sie denn an den 9. SchulkinoWochen in Hessen teilnehmen.

Ab sofort können sich Lehrer mit ihren Klassen dafür anmelden, auch in Fritzlar.

Anmeldungen für Kinobesuche und das Rahmenprogramm nimmt das Projektbüro in Frankfurt/Main bis zum 20. Februar an. Der Eintrittspreis beträgt 3,50 Euro.

Vom 9. bis 20. März macht das Projekt landesweit mehr als 75 Kinos zum Klassenzimmer. Im Programm sind mehr als 90 Filme, die Schüler aller Jahrgangsstufen und Schultypen anregen, Kinofilme als Kunstwerke zu analysieren und über ein breites Spektrum an Themen zu diskutieren.

Filme im Cine-Royal

An den Schulkino-Wochen beteiligt sich auch das Cine-Royal-Kino in Fritzlar. Vom 17. bis 20 März werden jeweils um 9.30 Uhr vier Filme gezeigt für unterschiedliche Altergruppen: „Otto ist ein Nashorn“ ab 6 Jahre, „Das fliegende Klassenzimmer“ ab 8 Jahre, „Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt“ ab 10 Jahre und „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ab 13 Jahre.

Der jährlich wechselnde Fokus der Schulkino-Wochen richtet sich in diesem Jahr auf das Thema Filmschnitt/Montage. Am Beispiel von Filmen wie dem Klassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ von Sergej Eisenstein aus dem Jahr 1925, einem Meilenstein der Filmgeschichte, werden Sprache, Ästhetik und Wirkung des bewegten Bildes untersucht.

Daneben bieten weitere Themenschwerpunkte Denkanstöße: Bei den Filmen zum Thema „Hacker, Cracker, Netzpiraten“ geht es um das Leben im digitalen Zeitalter und um Fragen zum eigenen Nutzungsverhalten. Das Thema „Zukunftsstadt“ des Wissenschaftsjahres 2015 eröffnet durch Beiträge wie den Dokumentarfilm „The human Scale“ neue Visionen des nachhaltigen Städtebaus. Dass im Medienzeitalter die Auseinandersetzung mit Kino und Film ein unverzichtbarer Baustein schulischer Kompetenzerziehung und kultureller Bildung ist, betont auch der Hessische Kultusminister Alexander Lorz.

Der gemeinsame Kinobesuch bei den Schulkino-Wochen wird als Unterrichtszeit anerkannt. Zusätzlich zu den Kinobesuchen haben Lehrkräfte mit einer Fortbildungsreihe die Möglichkeit, Filmanalyse und neue Methoden der Filmvermittlung kennenzulernen.

Außerdem bringen die pädagogischen Workshops mit erfahrenen Referenten das bewegte Bild in die eigene Klasse. So haben Schulklassen auch die Möglichkeit, das Filmhandwerk ganz praktisch zu erleben.

„Die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken und ein Bewusstsein für Filmkultur zu schaffen, ist ein zentraler Bildungsauftrag unseres Hauses“, erklärt Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts. „Darum sind die Schulkino-Wochen ein wichtiger Teil unseres pädagogischen Angebots.“

Seit 2007 nahmen 340 000 Schüler und Lehrkräfte teil, mit mehr als 52 000 Besuchern stellte das Projekt im vergangenen Jahr einen neuen Besucherrekord auf. (ula)

Anmeldungen, Informationen und Termine:

Im Netz unter www.schulkinowochen-hessen.de

oder Tel. 069 961220-681, Fax 069 961220-669,

Mail: hessen@schulkinowochen.de

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