Achtklässler bekommen Tablets

Schüler an der Ursulinenschule in Fritzlar lernen bald mit Apps

Unterstützen die Schüler bald bei der Arbeit mit Tablets: hinten von links Katrin Möbus, Jutta Ramisch, Uwe Jüngst, Birgit Anders, vorn von links Christian Hauser, Theresa Hepp, Nadine Oppermann und Sascha Gömpel.
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Unterstützen die Schüler bald bei der Arbeit mit Tablets: hinten von links Katrin Möbus, Jutta Ramisch, Uwe Jüngst, Birgit Anders, vorn von links Christian Hauser, Theresa Hepp, Nadine Oppermann und Sascha Gömpel.

Die Ursulinenschule in Fritzlar macht in Sachen Digitalisierung einen großen Sprung. Ab dem kommenden Schuljahr wird ein kompletter Jahrgang mit Tablets ausgestattet. 

Fritzlar – Im kommenden Schuljahr wird es einen kompletten Jahrgang geben, der mit Tablets ausgestattet wird. Rund 170 Achtklässler bekommen zunächst für ein Jahr ein iPad gestellt, das das Lernen und den Unterricht begleiten und verbessern soll, erklärt Gymnasialzweigleiterin Birgit Anders.

„Die Geräte stellen wir als Schule“, sagt die Lehrerin. Was ganz wichtig sei: Niemand wolle, dass das soziale Miteinander durch das Arbeiten mit den Tablets leide. „Es ist ein digitaler Lernbegleiter, kein Ersatz für den normalen Unterricht.“ Um positive Effekte der Digitalisierung an Schulen zu erreichen, müssen man eine Gratwanderung bewältigen. Es sei ein Spagat, so Anders.

Neues pädagogisches Konzept an Ursulinenschule in Fritzlar: Tablets für Achtklässler

Kurz vor den Ferien sind die Eltern der derzeitigen Siebtklässler über diese Neuerung und das pädagogische Konzept von Katrin Möbus, pädagogische Leiterin, Birgit Anders und Sabrina Staruschek, Gesamtschulzweigleiterin, eingehend informiert worden. Eine moderne Schule müsse nun viel stärker Zukunftskompetenzen vermitteln, damit junge Menschen sich in einer digitalen Welt zurechtfinden, diese hinterfragen und auch kritisch reflektieren lernen, erklären die Lehrer. Auch die Eltern müssten eng mit eingebunden werden.

Langfristig soll es möglich sein, Ergebnisse der Schüler für alle schnell und einfach zu visualisieren, mit der Unterstützung von Apps zu arbeiten, über digitale Pinnwände zusammenzuarbeiten und vieles mehr.

An der Ursulinenschule geht man diesen Schritt in die Digitalisierung behutsam. „Man ist sich auch möglicher Risiken bewusst. Die Sorgen von Eltern, dass ihre Kinder so noch mehr Zeit mit digitalen Endgeräten verbringen als ohnehin schon, wollen wir ernst nehmen und auffangen“, heißt es von der Schule. „Analog und digital sind keine Gegensätze, sondern ergänzen sich.“

Workshops helfen Lehrern bei der Vorbereitung

Begleitend arbeitet die Ursulinenschule mit den Medienexperten der Hephata-Förderschulen der Diakonie aus Schwalmstadt sowie mit Medienpädagogen und Ansprechpartnern der Lehrkräfteakademie des Landes Hessen zusammen. So wurden schulinterne Workshops von Lehrern für Lehrer angeboten, um sich gemeinsam auf den neuen Weg zu begeben. Die Workshops werden am Ende der Ferien und im neuen Schuljahr fortgeführt und durch eine im Stundenplan verankerte „iPad-Sprechstunde“ abgerundet, heißt es.

„Die Siebtklässler sind auf jeden Fall jetzt schon gespannt, wie Unterricht mit iPads aussehen und sich verändern wird“, erklärt Anders. In den ersten Tagen des neuen Schuljahres werden sie von ihren Lehrkräften sowie Schülern der Oberstufe, die schon Erfahrung mit iPads gesammelt haben, in die Arbeit mit dem neuen Werkzeug eingeführt. (Daria Neu)

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