Vier mögliche Ebola-Helfer kommen aus Fritzlar

Schwalm-Eder - Fritzlar. Noch immer wütet die Ebola-Epidemie in Westafrika. Die Bundeswehr hat sich mit einem Aufruf auf die Suche nach Freiwilligen gemacht, die in dem Krisengebiet helfen wollen.

Bislang haben sich laut Bundeswehr deutschlandweit über 3324 Freiwillige gemeldet - vier Soldaten vom Standort in Fritzlar wurden jetzt für einen möglichen Einsatz ausgewählt.

Einer, der sich für den Ebola-Einsatz entschieden hat, ist der Hauptgefreite Alexander Stawinski aus Ungedanken. Seit zwölf Monaten ist er bei der Bundeswehr in Fritzlar. „Für mich war klar, dass ich mich melde“, sagt er. Das tat er ohne zu zögern. „Weil ich den Menschen helfen möchte“, sagt der 24-Jährige ebenfalls ohne jedes Zögern.

Obwohl die vier Freiwilligen aus Fritzlar bereits in der Vorauswahl sind, steht nicht fest, ob es für die Soldaten tatsächlich zum Einsatz kommt. „2000 der Freiwilligen haben die Fähigkeiten, die wir brauchen“, erklärt Bundeswehr-Pressestabsoffizier Matthias Frank. Ärzte, Pfleger, Techniker und Logistiker wie Stawinski seien gefragt.

Die große Resonanz auf den Aufruf habe ihn sehr überrascht, sagt Frank. „Es gibt offenbar eine breite Basis an Freiwilligkeit und das auch, wenn es um einen nicht ganz ungefährlichen Einsatz wie den in den Ebola-Ländern geht“, sagt er.

595 Personen, unter ihnen viele Ärzte und Pfleger, erhalten ab dem 20. Oktober eine Ausbildung, die sie auf den Einsatz vorbereiten soll. Neben medizinischer Weiterbildung gehören auch Länderkunde, rechtliche und psychologische Aspekte, ein Sicherheitstraining und der Umgang mit Schutzausrüstung zum Vorbereitungsprogramm. Ab Mitte November sollen die ersten Freiwilligen nach Liberia reisen. Derzeit sei ein Erkundungsteam von Bundeswehr und Deutschem Roten Kreuz in der Hauptstadt Monrovia, um auszuloten, wie man bestmöglich Hilfe leisten kann.

Von Maja Yüce

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Rubriklistenbild: © dpa

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