In Fritzlarer stationiert

Vorzeitige Entlassung eines Soldaten wegen rechter Taten war rechtens

Der ehemalige Zeitsoldat, der in Fritzlar stationiert war, habe wegen seiner Nähe zum Rechtsextremismus „gravierende charakterliche Mängel“ gezeigt und sich für eine Bundeswehr-Laufbahn als ungeeignet erwiesen, befand das Gericht.

Der ehemalige Stabsunteroffizier der Heeresfliegerstaffel hatte gegen den vorzeitigen Entlassungsbescheid vier Monate vor dem Ende seiner vierjährigen Dienstzeit geklagt und wollte so seine Rehabilitation erreichen. Er hatte seinen Dienst Ende 2013 quittieren müssen, weil ihm mehrere Dienstvergehen vorgeworfen worden waren. So soll er Untergebene mit dem Begriff „Jude“ als Schimpfwort tituliert, einen dunkelhäutigen Auszubildenden der Bundeswehrverwaltung in Fritzlar als „Nigger“ bezeichnet und während des Unterrichts ein Hakenkreuz aus Kabelbindern gebastelt haben.

„Die Anhörung von mehreren Zeugen durch das Verwaltungsgericht hat die Vorwürfe, die letztlich die Gründe für die vorzeitige Entlassung waren, in allen Punkten bestätigt. Das Verhalten des Solingers lässt auf eine fehlende charakterliche Eignung schließen“, bestätigte am Mittwoch Yvonne Bach, Vorsitzende Richterin am Verwaltungsgericht.

Gegen das Urteil kann der Solinger Rechtsmittel beim Oberverwaltungsgericht in Münster einlegen. (red)

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.