Investor plant Verpackungslager

VW schafft in Fritzlar 250 neue Jobs

Fritzlar. Volkswagen kommt nach Fritzlar: Ein Investor baut für den Konzern eine 42.000 Quadratmeter große Verpackungshalle.

Das Gebäude entsteht zwischen der Kernstadt und Lohne – im gemeinsamen Industriegebiet der Kommunen Fritzlar, Edertal und Bad Wildungen. Die Fritzlarer Stadtverordneten haben am Donnerstag dem Grundstücksverkauf einstimmig zugestimmt.

„Wir haben lange darauf gewartet, dass ein großer Fisch kommt“, sagte Bürgermeister Hartmut Spogat. Der Investor nehme einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand. Allein vier Millionen Euro würden für das Grundstück fällig. An der Neuansiedelung sind drei Firmen beteiligt: der Investor, der die Halle baut, Volkswagen, das die Halle mietet und ein Dienstleister, der für Volkswagen in der Halle die Teile verpacken wird. Wer der Dienstleister sein wird, stehe noch nicht fest.

Am Wehrengrund sollen bis zu 250 Arbeitsplätze entstehen – etwa 200 im gewerblichen und 30 bis 40 im kaufmännischen Bereich. Gearbeitet werden soll an fünf Tagen die Woche im Zwei-Schicht-Betrieb, von 6.30 bis 22.30 Uhr. Nur in Ausnahmefällen könnte eine dritte Schicht eingesetzt werden. Teile aus ganz Deutschland würden nach Fritzlar geliefert, dort verpackt und zum Original Teile Center nach Baunatal gebracht. Die Bauarbeiten für die Halle könnten laut Spogat im Oktober beginnen. Im Herbst nächsten Jahres soll sie in Betrieb genommen werden.

„Wir begrüßen den Grundstücks-Verkauf im Industriegebiet“, erklärte Christian Seyffarth (CDU). Dies werde andere Investoren inspirieren, sich auch in Fritzlar anzusiedeln. „Wir freuen uns auf Volkswagen“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Mario Jung. Die Ansiedelung berge mehr Chancen als Risiken. Er kritisierte, dass die Stadtverordneten erst 14 Tage vor der Sitzung von den Plänen erfahren haben. Dies sei zu kurzfristig.

Querspange soll für Entlastung sorgen

Das neue Verpackungslager schafft nicht nur Jobs, es sorgt auch für mehr Verkehr rund um das Industriegebiet Fritzlar-Nord. Bürgermeister Hartmut Spogat rechnet mit 150 An- und Abfahrten durch Lastwagen am Tag. Hinzu kommt der Autoverkehr der Mitarbeiter. Um die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, soll der Magistrat mit VW eine Vereinbarung schließen. Der Standort am Wehrengrund darf von den Lkw nur unmittelbar von der A49 angefahren werden. Die B450 in Richtung Innenstadt und Fahrten durch Fritzlarer Ortsteile seien tabu. Zudem soll das Industriegebiet durch eine Querspange erschlossen werden. Über welche Straßen und Flächen die führt, ist laut Spogat noch unklar. Bis die Querspange fertig ist, fahren die Lastwagen das Industriegebiet weiter über die Range-Kreuzung an. 

Rubriklistenbild: © Archivbild: Andreas Fischer

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