Einsatz soll vier Monate dauern

Weiterer Einsatz für die Fritzlarer Bundeswehr: Feldjäger fliegen nach Mali

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Standort in Nordhessen: Die Kaserne Georg-Friedrich-Kaserne ist wieder an einem Einsatz in Mali beteiligt. Das Personal aus Fritzlar soll ab Januar 2019 Aufgaben von den Mainzer Feldjägern übernehmen.

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren geht es für Soldaten der Fritzlarer Georg-Friedrich-Kaserne nach Mali. Nach dem Einsatz des Kampfhubschrauberregimentes 36 Kurhessen folgen nun die Feldjäger.

Die Militärpolizei beteiligt sich mit 16 Kräften an dem Einsatz der Vereinten Nationen und wird im deutschen Camp Castor in Gao stationiert sein. Zusätzlich halten sich sechs Personenschützer in Fritzlar bereit.

Der Einsatz beginnt am 24. Januar 2019 und soll vier Monate dauern, wie Kompaniechef Major Julian Ludwig erklärt. Die Fritzlarer übernehmen die Aufgaben von den Feldjägern aus Mainz. Anders als die Soldaten des Kampfhubschrauberregimentes müssen die Feldjäger kein Material mit nach Afrika nehmen. Die nötigen Waffen und Fahrzeuge sind bereits vor Ort.

Bundeswehr: Im Camp herrscht striktes Alkoholverbot

Die Feldjäger kümmern sich innerhalb des Camps um alles, was mit den deutschen Soldaten passiert, erklärt Ludwig. Sie kontrollieren beispielsweise, ob die 0,0-Promille-Regel eingehalten wird. Im Camp herrscht striktes Alkoholverbot. Zudem überwachen sie den Verkehr. Damit der feine Sand nicht aufgewirbelt wird, dürfen Fahrzeuge im Camp maximal sieben Stundenkilometer schnell fahren.

Neben Hundeführern werden Ermittler, Luftsicherheitskräfte, Werkstattleiter, Soldaten für die Materialbewirtschaftung, Einsatzoffiziere und allgemeine Militärpolizisten mit dem Kompaniechef nach Mali fliegen. Sie hatten mehr als ein Jahr Zeit, sich auf den Einsatz vorzubereiten. Ludwig spricht von einer „riesengroßen Herausforderung“. Schließlich gelte es neben dem Einsatz in Mali noch den 24-Stunden-Dienst in Fritzlar sicherzustellen. In der Georg-Friedrich- Kaserne sind derzeit 78 Feldjäger stationiert. Im Februar 2016 war die 9. Kompanie des Feldjägerregimentes 2 von Rotenburg nach Fritzlar gewechselt.

Ein tragisches Ereignis gab es im Sommer 2017. Lesen Sie dazu unseren Bericht: Bundeswehr-Hubschrauber Tiger in Mali abgestürzt - Zwei Soldaten tot

Bundeswehr: Einsätze im Irak und im Mittelmeer geplant

Der Einsatz in Mali ist die nächste große Aufgabe für die Fritzlarer Feldjäger. Bereits jetzt stehen zwei weitere Einsätze fest. Ab September 2019 unterstützt die Militärpolizei die EU-Mission EUNAVFOR MED im Mittelmeer zur Rettung von Menschen in Seenot. Ab 2020 sind Feldjäger im Irak stationiert, wie Kompaniechef Major Julian Ludwig sagt. 

Unterdessen gehen in Fritzlar die Arbeiten an zwei Unterkunfts- und Funktionsgebäuden für die Militärpolizei weiter. Die ehemaligen Unterkunftsgebäude werden derzeit kernsaniert. Der Umzug ist für Ende 2019/ Anfang 2020 geplant. Seit ihrem Wechsel nach Fritzlar sind die Feldjäger in einem Provisorium untergebracht. Für das Dienstkommando, ein Polizeirevier der Feldjäger mit Einsatzleitstelle und Haftzellen, wurde ein Funktionsgebäude hergerichtet.

Erst Mitte September 2018 gab es einen Rückkehrerappell für das Kampfhubschrauberregiment - Einsatz in Mali: Fritzlarer Soldaten sind zurück

Karte: Hier sind die Einsatzkräfte aus Fritzlar stationiert

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