Weindorf wird es nicht geben

Vor dem Dom: Zwei Auftritte pro Abend beim Kultursommer Nordhessen in Fritzlar

Bei Fritzlar „Vor dem Dom“ waren in den vergangenen Jahren zahlreiche Besucher.
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So dicht gedrängt werden die Besucher diesmal nicht sitzen: Es gibt bei Fritzlar „Vor dem Dom“ in diesem Jahr einige Corona-Einschränkungen.

Gerade in der Coronakrise ist dies eine tolle Nachricht: Fritzlar „Vor dem Dom“, die Veranstaltungsreihe des Kultursommers Nordhessen, findet statt. Auflagen gibt es aber trotzdem.

Fritzlar - Klappstühle oder Sitzkissen müssen mitgebracht werden, das Weindorf sowie Catering wird es nicht geben und die Auftritte dauern jeweils eine Stunde. Doch sonst wird vieles beim Festival Fritzlar „Vor dem Dom“ so sein, wie man es von der Veranstaltungsreihe des Kultursommers Nordhessen kennt: Die große Bühne vor dem Dom, Varieté und Gesang. Die Vorfreude auf das Festival kann jetzt also ganz offiziell – auch in Coronazeiten – beginnen. „Wir spielen vor dem Dom!“, teilt Silke Bierwirth vom Kultursommer Nordhessen mit.

„Nach den guten Erfahrungen der vergangenen Wochen freuen wir uns, dass die beliebte Reihe in der Fritzlarer Altstadt mit ein paar coronabedingten Änderungen stattfindet“, sagt Bierwirth mit Blick auf bereits stattgefundene Kultursommer-Veranstaltungen. Für Fritzlar bedeutet das konkret: Die Künstler werden zwei Mal auf der Bühne stehen – um 19 und dann nochmal um 21 Uhr. Dadurch erhoffe man sich, dass ähnlich viele Zuschauer, etwa 70 Prozent, zu dem Festival kommen können wie in den Jahren zuvor, so Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat.

„Uns sind in diesem Jahr so viele Veranstaltungen weggebrochen, da ist es umso schöner, dass „Vor dem Dom“ stattfindet“, sagt Spoagt. Trotz kleineren Umfangs sei das Angebot ein Genuss für die Seele. „Ich freue mich auf jeden einzelnen Abend.“

Das Programm

Den Donnerstagabend füllt wie schon im vergangenen Jahr die Vorsitzende des Kulturvereins, Jutta Schröder-Wagnitz, mit ihrer Variete-Show. Die Künstler stehen seit Monaten zum ersten Mal wieder auf der Bühne, sagt Schröder-Wagnitz. Unter ihnen sind Maxim Krieger, der mit Rollen und Brettern arbeitet, Marina Skulditskaya mit ihren Hula-Hoop-Reifen sowie das Duo Fast Fat, das auf Rollschuhen über die Bühne saust.

Durchs Programm führt die Künstlergruppe Green Gift mit einer Mischung aus Comedy, Artistik und Musik. „Eine Interaktion mit dem Publikum wie beim letzten Mal kann in diesem Jahr nicht stattfinden“, sagt Schröder-Wagnitz. Sie sei sich aber sicher, dass die Künstler es trotzdem schaffen, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. „Sie alle sind froh, dass endlich mal wieder etwas passiert.“ Das einstündige Programm sei straff, schließlich finde es zweimal am selben Abend statt, die Qualität werde jedoch nicht darunter leiden, verspricht die Fritzlarerin. Nun gelte es, ein gemeinsames Konzept für „Vor dem Dom“ zu erarbeiten. Die Abstände gelten auch hinter der Bühne.

Am Freitag steht dann mit Gil Ofarim ein Singer-/Songwriter auf der Bühne, der mit „Alles auf Hoffnung“ gerade ein aktuelles Album veröffentlicht und damit gleich auf dem fünften Platz der Deutschen Charts eingestiegen ist. 1997 mit der Band Hansons („Mmmbob“) ein Teenie Star, ist der 37-Jährige, der in TV-Formaten wie „The Masked Singer“ und „Let´s Dance“ dabei war, musikalisch nun deutlich rockiger unterwegs.

Samstag kommt mit den Briten The Magnets eine der erfolgreichsten A-cappella-Gruppen nach Fritzlar. Sogar mit Robbie Williams und Lisa Standsfield sind The Magnets schon aufgetreten. Die fünf Sänger und Entertainer aus London tauchen ein in das Pop-Songwriting von Cab Calloways „Minnie The Moocher“ bis hin zu Ed Sheerans „Thinking Out Loud“.

Das ist anders

Klappstuhlkonzert: Besucher werden gebeten, sich einen eigenen Klappstuhl oder ein Sitzkissen (je nach Kategorie) mitzubringen. Jede Vorstellung dauert 60 Minuten, es gibt keine Pausen. Beim Ein- und Ausgang ist Mundschutz zu tragen. Einlass: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn, kein Catering.

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