Mit Zauberstab und viel Mutti-vation

Narren stürmten am Montagmorgen das Fritzlarer Rathaus

Alle Wille: Das Fritzlarer Rathaus ist jetzt in Narrenhand. Von links Stadtprinzenpaar Marco und Catarina Faupel, Stadtbrandinspektor Hartmut Hucke, Staatssekretär Mark Weinmeister sowie Bürgermeister Hartmut Spogat mit Sandra Römer (vorne) und Elke Riemenschneider (rechts). Fotos: Brandau

Fritzlar. Die Bürokratie hat in Fritzlar keine Chance mehr - zumindest bis Aschermittwoch.

Die Narren haben am Montagmorgen das Rathaus gestürmt. „Wir sind jedes Jahr Sieger“, jubelte Otto May, Sitzungspräsident der Eddernarren. Darüber, dass er während der närrischen Tage arbeitslos ist, war Bürgermeister Hartmut Spogat gar nicht traurig: „Es gibt nichts Schöneres als Karneval in Fritzlar.“

Es sei ein ganz besonderes Karnevalsjahr, betonte Spogat. Denn erstmals war ein Fritzlarer Prinzenpaar in Berlin bei Kanzlerin Angela Merkel zu Gast. Voller Motivation und Elan seien die Narren zurückgekehrt. „Voller Mutti-vation“ könnten sie nun regieren wie Merkel, sagte Spogat lachend.

Einen Zauberstab sollte das Prinzenpaar auspacken, riet er. Dann könnte es vielleicht gelingen, die langwierigen Brückenarbeiten in Fritzlar zu beenden und die Schulden schwinden zu lassen. In Fritzlar könne man wieder lachen und lustig sein, der Marktplatz sei nach den Bauarbeiten für den Umzug hergerichtet.

„Die Party geht los, das ist grandios“, sagte das Stadtprinzenpaar und verlas zehn Gebote. Fritzlar sei zu klein für drei Karnevalsvereine. Man solle auf Zusammenarbeit setzen, regten sie an. Über Unterstützung wird sich das Team des TuS Fritzlar freuen, denn die Narren wollen Cheerleader in die Kabine schicken. Statt der Tennet-Stromtrasse wolle man lieber einen Hamster in ein großes Rad setzen und so Energie gewinnen. Damit es in Fritzlar noch schöner wird, forderten die Narren eine Disko, ein Tierheim, einen Möbelladen und einen Baggersee. Viel zu tun also, bis zu nächsten fünften Jahreszeit. Dass das gelingt, scheinen die Narren zu bezweifeln, denn über den Eingang zur Stadtverwaltung hingen sie das Schild „Langschläferparadies“ auf.

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