Vorsichtsmaßnahme 

Fritzlarer Hospital schränkt wegen Coronavirus vorsorglich Besuche ein

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Das Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist geht entschlossen vor, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus bestmöglich einzudämmen. Das Krankenhaus teilte daher am Dienstagabend online mit: Die Besuchsmöglichkeiten für Patienten und Angehörige werden ab sofort eingeschränkt.

Das Hospital appelliert in seiner Mitteilung an die Menschen, nur einzeln, in klinisch infektfreiem Zustand und nur für eine kurze Zeit vorbeizukommen. Angehörige schwerstkranker Patienten werden gebeten, Besuche nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt vorzunehmen.

„Bei dieser Entscheidung geht es nicht darum, Panik zu verbreiten“, betont der kaufmännische Geschäftsführer Dr. Sven Ricks im HNA-Gespräch. Es handele sich auch nicht um einen akuten Anlass in Bezug auf vermehrt auftretende Fälle in der Region – im Schwalm-Eder-Kreis gibt es noch keinen bestätigten Coronafall. „Vielmehr ist das eine Vorsichtsmaßnahme“, sagt Ricks. Schließlich gehörten kranke und ältere Menschen nun einmal zu der Coronavirus-Risikogruppe.

Selbstverständlich haben Besuche in der Regel einen wichtigen Einfluss auf die Genesung eines Patienten. Laut Ricks muss sich jeder bewusst sein: „Alle Menschen, die ein Krankenhaus betreten, gefährden die Patienten potenziell mit Keimen oder Viren.“ Die Epidemiewelle werde niemand aufhalten. Ziel sei es, diese zu verzögern.

Eine Isolierstation sei eingerichtet, falls ein Fall auftrete. „Derzeit sind auf dieser Station Influenza-Patienten untergebracht.“ Die Mitarbeiter stünden im Notfall sofort zur Verfügung, ein abrufbares zusätzliches Personal gebe es aber nicht, so Ricks.

„Es ist möglich, dass dies nicht die einzige Schutzmaßnahme bleibt“, betont Ricks. Derzeit werde auch die mögliche Schließung der Cafeteria diskutiert. Eine Coronavirus-Welle beträfe auch Mitarbeiter. Und das sei für die Patienten genauso fatal.

Auf die Frage ob auch in den beiden Asklepios-Kliniken (Schwalmstadt und Melsungen) Besuchsmöglichkeiten eingeschränkt werden, gab es von Asklepios bis Redaktionsschluss keine Antwort. 

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