Hier sollen die Laster rollen

Fritzlarer Parlament entscheidet über Bau der Querspange im Industriegebiet

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An dieser Stelle könnte eine Zuwegung zur Querspange entstehen: Die Fritzlarer Stadtverordneten entscheiden am kommenden Freitag, ob eine neue Zufahrt ins Industriegebiet gebaut wird. Über diesen Weg sollen die Lkw auch zum neuen VW-Verpackungslager gelangen.

Die Fritzlarer Stadtverordneten beraten über den möglichen Bau einer Querspange. Der Lieferverkehr soll mithilfe der Zufahrt ins Idustriegebiet Fritzlar Nord fließen.

Mit der Querspange könne verhindert werden, dass das hohe Lkw-Aufkommen die Range-Kreuzung blockiert und für zu viel Lärm sorgt. Ob es wirklich zu einem Bau kommt, entscheidet das Parlament am kommenden Freitag in der Stadtverordnetenversammlung.

Zahlreiche Vorbesprechungen unter anderem mit der Polizei, Hessen Mobil und dem Regierungspräsidium seien bereits gelaufen, sagt Bürgermeister Hartmut Spogat. Anlass für die Planung einer Querspange sei vor allem die Inbetriebnahme des neu gebauten VW-Verpackungslagers im kommenden Frühjahr. „Wir rechnen mit 140 Lkw, die das Verpackungslager pro Tag anfahren“, sagt Spogat. Und zwar in zwei Schichten von 6 bis 22 Uhr.

Querspange: Nicht nur Spediteure sollen profitieren 

Trotzdem sei die Querspange nicht nur für die Spediteure, die VW beliefern, gedacht. Auch das restliche Interkommunale Industriegebiet solle auf diesem Weg angefahren werden.

Und so sieht der mögliche Plan aus: Lastwagen, die von der A 49 kommen, würden über eine neue Rechtsabbiegespur an der Landstraße, die von Werkel nach Fritzlar führt, ins Industriegebiet fahren. Die geplante 825 Meter lange Zufahrt befände sich auf kommunaler Fläche. Lediglich ein Teilbereich müsste noch von einem Landwirt angekauft werden.

Rückweg des Lieferverkehrs soll über Westspange führen 

Auch der Rückweg des Lieferverkehrs soll über die Querspange führen. Laut Spogat wird dann ein Ampelsystem errichtet. „So kann es natürlich zu einem leichten Rückstau auf der Landstraße kommen.“ Allerdings ist sich der Bürgermeister sicher: „Um den Lärm für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, ist die Querspange ein absolutes Muss.“

Das Ingenieurbüro Heer, das im Sommer mit der Machbarkeitsstudie beauftragt wurde, schätzt die Kosten auf 1,4 Millionen Euro.

Der Bau ist laut Spogat bereits innerhalb der Gesamterschließung des Interkommunalen Industriegebietes mit den Partnern Bad Wildungen und Edertal berechnet. Die Finanzierung übernehme also die Hessische Landesgesellschaft (HLG).

Die Range-Kreuzung sei für die Spediteure im Übrigen auch schon vor dem möglichen Bau einer Querspange tabu, sagt Spogat. „Hinweisschilder im Bereich der Tierarztpraxis weisen ganz klar auf den richtigen Weg hin.“ Und der führe in der Zwischenzeit über die Kasseler Straße und die Brautäcker ins Industriegebiet und eben nicht über die Range-Kreuzung.

Schon zu diesem Zeitpunkt ist bereits ein Wendehammer am VW-Verpackungslager zu sehen, über den die Fahrzeuge drehen können. An dieser Stelle soll die Querspange mit dem bestehenden Industriegebiet verbunden werden.

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