Schwalm-Eder-Kreis

Urlaub trotz Corona: Worauf Urlaubende und Heimkehrer achten sollten

Urlaub trotz Corona: In diesem Sommer müssen zum Beispiel Bayerns Alpen einem extremen Besucheransturm standhalten - doch was kommt danach? (Symbolbild)
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Urlaub trotz Corona: In diesem Sommer müssen zum Beispiel Bayerns Alpen einem extremen Besucheransturm standhalten - doch was kommt danach? (Symbolbild)

Urlaubszeit bedeutet auch in Coronazeiten für viele Menschen Reisezeit. Doch: Wer aus einem Corona-Risikogebiet zurückkommt, ist verpflichtet, sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben.

derzeit 127 Länder, darunter sind die Reiseziele Ägypten, Schweden, Türkei und USA, in den Schwalm-Eder-Kreis. Die Isolation sei dann selbst verantwortet und das habe auch arbeitsrechtliche Konsequenzen, sagt Jürgen Kaufmann, Vizelandrat und zuständiger Dezernent für Soziales und Gesundheit. Die erwartbare Quarantäne gehe daher nicht zulasten des Arbeitgebers, informiert er.

Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot, sondern eine Empfehlung des Auswärtigen Amtes. Doch grundsätzlich gilt, dass wer nicht krank ist, seinen Arbeitsvertrag erfüllen muss. Das bedeutet: Wer die quarantänebedingte Abwesenheit bewusst in Kauf nimmt und keine alternative Möglichkeit zu arbeiten (zum Beispiel Homeoffice) hat, hat auch keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Für diese Zeit muss man also Erholungsurlaub einreichen oder sein Gleitzeitguthaben in Anspruch nehmen.

Urlaub trotz Corona: Lieber auf Ausflüge in Risiko-Gebiete verzichten

„Allen Arbeitnehmern empfehle ich, sich vor Reiseantritt über geltende Einreisebedingungen zu informieren, da möglicherweise arbeitsrechtliche Folgen entstehen können. Und: Im Interesse des Gesundheitsschutzes der anderen Beschäftigten sollte man den Arbeitgeber über die Einreise aus einem Risikogebiet informieren, um gemeinsam die weitere Vorgehensweise abzustimmen“, so Kaufmann.

Jürgen Kaufmann

Eine Entschädigung nach Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) komme nur dann in Betracht, wenn die Quarantäne auf einer behördlichen Anordnung basiere. Auf Urlaubsreisen in Risikogebiete sollte während der Corona-Pandemie verzichtet werden, rät Kaufmann. Und das auch, weil nach den Einschätzungen von Gesundheitsexperten dadurch eine zweite Infektionswelle ausgelöst werden könnte.

Die aktuelle Liste der Länder oder Landesteile, die als Risikogebiete gelten, ist auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) abrufbar: rki.de

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