Holzhäuser gründeten Verein zum Erhalt des Ortes – Weitere Mitstreiter gesucht

Sie geben etwas zurück

Setzen sich für den Ort ein: von links Heiko Böhm und Ortsvorsteher Hartmut Harle mit Kim Beyer vor der Kirche, wo der Dorfplatz entstehen soll. Foto: Thiery

Homberg-Holzhausen. Hartmut Harle weiß als Ortsvorsteher von Holzhausen nur zu gut, dass die Zeiten vorbei sind, in denen die Kommunen allein für das Wohl der Bürger verantwortlich waren. Die knappen Finanzen bewegen sie dazu, die Bewohner stärker in die Verantwortung zu nehmen. In Holzhausen wurde jetzt ein Verein gegründet, um das Leben im Dorf weiter lebenswert zu gestalten.

Gemeinsam wollen die Holzhäuser dafür sorgen, dass es im Ort weiter voran geht. Ideen dafür werden zurzeit gesammelt. „Zunächst soll vor der Kirche eine Begegnungsstätte entstehen“, erzählt Hartmut Harle. Das Gelände werde ohnehin schon als Dorfmittelpunkt genutzt; zum traditionellen Märchenmarkt zu Weihnachten etwa werden dort Imbissbuden aufgestellt. Nun soll an der Stelle ein kleines offenes Theater entstehen mit Grill und Spielfläche für die Kinder.

„Wir alle können etwas tun, damit es sich weiter lohnt in Holzhausen zu leben“

Hartmut Harle

Auch die Trägerschaft für das Dorfgemeinschaftshaus soll in einer Art Pilotprojekt vom Dorfverein übernommen werden. Mitmachen können alle – auch Vereine können Mitglied werden, fügt Heiko Böhm hinzu. Der Homberger ist Ex-Holzhäuser und dem Dorf immer noch sehr verbunden.

Der Ort verfüge über eine gute Dorfgemeinschaft, und das sei die Basis für das Vorhaben. „Ich will dem Ort etwas zurückgeben“, begründet Hartmut Harle sein Engagement und er hofft, dass viele Holzhäuser diesem Beispiel folgen.

Die rechtliche Säule bilde der Verein, sagt der Großhandelskaufmann. Dabei heißt es vor allem anpacken: Der ortsansässige Landwirt will mit dem Schlepper helfen, den Dorfplatz zu gestalten, Unterstützung hat auch die Holzhäuser Landschaftsgärtnerei angeboten. So sollen die Ressourcen in dem Homberger Stadtteil genutzt werden.

Jugendclub kommt wieder

Auch der Jugendclub soll in eigener Initiative wieder hergestellt und betrieben werden, um den Jugendlichen einen Treffpunkt zu bieten.

Bei der Sanierung des Damms an der Efze wollen die Holzhäuser ebenfalls mitwirken. „Wir alle können etwas tun, damit es sich weiter lohnt in Holzhausen zu leben“, sagt Harle. Der Verein kann nun nach seiner Gründung für seine Vorhaben Geld aus dem Leader-Programm des Landes erhalten, fügt der Ortsvorsteher hinzu.

Von Christine Thiery

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