Bremer Stadtmusikanten sind zum 10. Jahrestag der Puppenbühne Wernswig zu sehen

Alles Teamsache: Von links Marionettentheater-Gründer und künstlerischer Leiter Stefan Kunz, Nachwuchs-Puppenspielerin Katharina Arnold und Vereinsvorsitzender Udo Schröder lassen die Puppen – hier die Bremer Stadtmusikanten – tanzen. Foto: Ehl-von Unwerth

Wernswig. Abgearbeitet, altersschwach und nutzlos geworden, gemeinsam jedoch ein tierisch erfolgreiches Team: Die Bremer Stadtmusikanten erobern die Herzen jeder Generation aufs Neue. Grund genug für das Marionettentheater Wernswig, die charaktervollen Grimmschen Tierfiguren nach dem großen Erfolg vor einigen Jahren in der bevorstehenden Weihnachtsspielsaison erneut auf die Bühne zu bringen.

„Es war über die Jahre hinweg eines der beliebtesten Märchen bei unseren jungen wie auch erwachsenen Gästen. Deshalb präsentieren wir zu unserem zehnjährigen Bestehen eine aktualisierte Neuauflage“, sagt der Vereinsvorsitzender Udo Schröder.

Bewährte Inszenierung

In der bewährten Inszenierung als musikalisches Märchen von Gunnar Kunz und Jörg Sieghart – für das Wernswiger Marionettentheater speziell bearbeitet vom künstlerischen Leiter Stefan Kunz – werden ab Ende November somit erneut Fellträger und Federvieh gen Bremen wandern.

Dabei zieht sich besonders die eingängige Musik durch die gesamte Geschichte und unterstreicht die Eigenheiten der tierischen Charaktere: Esel Grauschimmel analysiert die Situation nüchtern-realistisch in tiefer Stimmlage, Hund Packan zeichnet sich durch seinen schwermütig-gerappten Hunde-Blues aus, Katze Bartputzer jauchzt und jammert himmelhoch, und Hahn Rotkopf kräht sich aufgeregt und markant-taktvoll durch die Aufführung.

Was die einstigen Individualisten zu einer eingeschworenen Gemeinschaft werden lässt, sind Lebenserfahrung, Mut und Teamgeist.

Diese Kriterien sind auch auf das Team der Puppenbühne Wernswig übertragbar: Vor zehn Jahren hatte Stefan Kunz den Mut, neue Wege zu gehen und fand tatkräftige Mitstreiter, die inzwischen einen etablierten Verein bilden. Gemeinsam brachten sie alljährlich ein Weihnachtsmärchen auf die Bühne und bauten die ehemalige Raiffeisenbank zur modernen Spielstätte um.

Und die Erfolgsgeschichte geht weiter, denn mit Katharina Arnold (16 Jahre) und Nadine Haase (12) steht bereits der Nachwuchs in den Startlöchern. Wie einst für Gründervater Stefan Kunz, so gehörte auch für den Nachwuchs die Augsburger Puppenkiste zu den kindlichen TV-Höhepunkten. Was sich daraus entwickelte, ist ab 29. November im Wernswiger Marionettentheater zu sehen.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

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