Übungsgelände Hellenwarte darf nicht betreten werden

Bundeswehr warnt: Gefahr für Ausflügler in Fritzlar

soldat
+
Sönke Schmuck

Fritzlar – Statt Erholung in der Natur droht Gefahr: Das idyllisch anmutende Gelände an der Hellenwarte in Fritzlar mit seinen Wiesen, Wäldern, Wegen und der schönen Warte, lockt immer wieder Spaziergänger aus der Region an. Doch was viele Menschen nicht wissen – oder nicht beachten –, sie begeben sich damit in Gefahr. Es gibt eine „erhebliche Gefährdung durch Übungsbetrieb und vor allem durch mögliche Blindgänger und Munitionsreste“, warnt die Bundeswehr am Standort Fritzlar.

Grund dafür: Das große Areal ist ein Übungsgelände, der Zutritt aus Sicherheitsgründen sogar strengstens verboten.

Der Standortübungsplatz sei kein Naherholungs- und Ausflugsgebiet, so der Standortälteste Standort Fritzlar, Oberst Sönke Schmuck in seiner eindringlichen Bitte an die Bevölkerung. Es gebe ein eindeutiges Zutrittsverbot und auch Hinweisschilder.

Die Soldaten seien zwar gehalten, ihre Munition zu entsorgen, doch seien die olivgrünen Patronen auf dem Waldboden nicht leicht zu finden. Viel Schwarzpulver befinde sich zwar nicht in der Übungsmunition, deshalb gehe von den Patronen keine sehr große Gefahr aus. Anders sehe das aber bei Blindgängern von sogenannten Nebelmitteln aus. Solche Granaten enthielten Phosphor und es könne zu Verbrennungen kommen, hatte die Bundeswehr bereits bei früheren Warnungen gesagt. Eine weitere Gefahr drohe auf dem Gelände: „Die Soldaten graben dort mitunter auch Mulden und Gruben. Fußgänger könnten in eines der Löcher treten und sich verletzen.“ Und: Auf dem Areal sind die Soldaten nicht nur zu Fuß im Einsatz, auch gepanzerte Fahrzeuge seien unterwegs. Hubschrauber haben dort schon Landungen geprobt. Zur Vorsicht sei also gleich aus mehreren Gründen geraten.

Nun also erneut der Appell: Es seien rund um das Gelände zahlreiche Schilder aufgestellt, die auf den Bereich des Standortübungsplatzes hinweisen und zudem darauf aufmerksam machen, dass unbefugtes Betreten strafrechtlich verfolgt werde. Wegen der Gefährdungslage kontrolliere man das Gebiet jetzt intensiver durch Feldjägerstreifen. Archivfoto: Daria Neu

Von Maja Yüce

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.