Sicherheitsanhänger soll Feuerwehrwehrleute schützen

Gefahr auf der Straße

Vor dem neuen Sicherheitsanhänger: von links Ortsvorsteher Klaus-Dieter Otto, Frank Börner, Walter Berle, Winfried Becker, Wehrführer Markus Iffert, Carsten Höhne, Dirk Schmidt und Verdy Ryffel. Foto: Först

OBERVORSCHÜTZ. Sie sind Tag und Nacht im Einsatz und sie retten Leben: die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen. Aber ebenso oft geraten sie selbst in Lebensgefahr. Um dieses Risiko zu verringern hat die Stadt Gudensberg in den vergangenen drei Jahren 25 000 Euro für die Sicherheit ihrer Einsatzkräfte investiert. Die neueste Anschaffung ist ein Verkehrs-Sicherheits-Anhänger, kurz VSA. Er ist der erste dieser Art im Landkreis

Stadtbrandinspektor Verdy Ryffel erinnerte während der Vorstellung des Anhängers in Obervorschütz an die schlechten Erfahrungen bei Einsätzen auf der Autobahn 49. So gab es beispielsweise zwei Einsätze bei denen Verkehrsteilnehmer in die Absperrung der Feuerwehr gerast seien. Damals seien keine Menschen verletzt worden, dies sei aber ausschließlich Glück gewesen. Solche und ähnliche Situationen soll der Anhänger verhindern helfen.

Einsätze sicherer machen

Bei einem weiteren schweren Unfall war es lediglich der Reaktionsschnelle eines Feuerwehrmannes zu verdanken, dass eine Feuerwehrfrau noch knapp mit dem Leben davon gekommen ist. Anders als bei einem Verkehrsunfall auf der A 7. Dort war ein Feuerwehrmann der Homberger Wehr durch einen Autofahrer, der mit hohem Tempo in die Einsatzstelle gerast war, schwer verletzt worden.

Der Sicherheitsanhänger mit den hellen Hinweislampen werde weit vor einer Einsatzstelle aufgestellt. So warnt er Verkehrsteilnehmer frühzeitig und macht auf die Einsatzstelle aufmerksam. Zum Einsatz kommt der VSA bei Unfällen auf der Autobahn, auf Landstraßen und zur Absicherung anderer Einsatzstellen.

Er verfügt über zwei blaue Warnblitzleuchten und einen drehbaren Richtungspfeil zur Kenntlichmachung der Fahrtrichtungen links, rechts und gesperrt. So schützt er die Hilfskräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste, die Polizei und andere Helfer am Unfallort.

Eine Funkfernsteuerung ermöglicht die gefahrlose Inbetriebnahme des VSA vom Führerhaus des Zugfahrzeuges aus. Der Anhänger ist in Obervorschütz stationiert und wird von einem Löschgruppenfahrzeug zu den Einsatzstellen gefahren.

Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 16 000 Euro. Der Schwalm-Eder-Kreis beteiligte sich mit einem Zuschuss. (zrf)

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