Landkreis unterstützt Vereine und Initiativen – 18 000 Euro aus Förderprogramm stehen noch zur Verfügung

Gegen Gewalt stehen viele ein

Stephan

Schwalm-Eder. Diese Nachricht gibt es in Zeiten klammer Kassen auch nicht oft: Es gibt noch Geld an Vereine, Verbände und Gruppen zu verteilen. Die Voraussetzung ist, dass sie sich auch für eine bunte Gesellschaft einsetzen und die Demokratie fördern wollen. Angesprochen fühlen können sich auch Flüchtlingsinitiativen. Möglich macht das das Bundesförderprogramm „Demokratie leben!“.

„18 000 Euro stehen noch zur Verfügung“, sagt Stephan Bürger vom Jugendbildungswerk. Bei ihm laufen die Fäden für das Förderprogramm zusammen, in das der Landkreis aufgenommen wurde.

14 Projekte wurden schon unterstützt – zum Beispiel der Chor der Nationen des Fördervereins für ein zukunftsfähiges Melsungen, der Projekttag Demokratie an der Burgsitzschule in Spangenberg und der Kreisjugendfußballverband Schwalm-Eder. Bürger sieht in dem Programm die Aufgabe, eine kreisweite starke Partnerschaft in Sachen Demokratie aufzubauen. Eine Aufgabe, die er kennt: Der Landkreis, sagt er, habe mit dem Projekt „Gewalt geht nicht“ längst Verantwortung übernommen.

Das neue Programm soll die bisherige Zielgruppe erweitern. Ob es nun darum geht, Flüchtlingen zu helfen, Rassismus entgegen zu treten, Ausländer zu integrieren – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Insgesamt standen für das Programm im Landkreis in diesem Jahr 75 000 Euro zur Verfügung. Nun seien noch 18 000 Euro im Topf. „Wir wollen es nicht zurückgeben“, sagt Bürger.

Ganz ohne bürokratischen Aufwand gehe es nicht. So müsse man zum Beispiel sein Projekt vorstellen. Ein Begleitausschuss entscheide dann darüber, ob und wie viel Geld fließt. Das Förderprogramm läuft bis 2019. Dem Kreis stehen jährlich 55 000 Euro zur Verfügung. Das nächste Treffen des Begleitausschusses findet Mitte Oktober statt.

• Kontakt: Stephan Bürger, Tel. 0 56 81/775 590, E-Mail: stephan.buerger@schwalm-eder-kreis.de, www.gewalt-geht-nicht.de

Von Maja Yüce

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